KUKUMOBIL

Worum es bei diesem Projekt geht?

Das KUKUmobil ist ein mobiles Künstleratelier, eine Werkstatt, ein Kunstraum auf Rädern, groß genug für einen Hochwebstuhl, klein genug, um mit Leichtigkeit durch Europa zu ziehen und an verschiedenen Webstationen einen temporären Arbeitsort zu etablieren.

An diesem Hochwebstuhl entsteht im Verlauf der kommenden Jahre (geplant 2023-2028) eine großformatige Bildwirkerei in traditioneller Gobelintechnik. Ausgangspunkt ist eine malerischen Vorlage nach eigenem künstlerischem Konzept, das durch Recherchearbeit vor Ort ergänzt wird. Sie erzählt von der Notwendigkeit klarer Strukturen und solider Verbindungen, von der Bedeutung kreativer Entwurfsarbeit und innovativer Umsetzung.

Sie versteht sich als Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt und wechselseitigen Bereicherung durch Begegnung und Austausch. Und sie wird eine Chronik, ein textiles Tagebuch, ein Inventar textilen Kulturerbes.

Ziel des Projektes ist neben der Sichtbarmachung der verloren gehenden Kulturtechnik die Formulierung einer Rückbesinnung auf die Dimension Mensch, in Größe, Geschwindigkeit, Wahrnehmung, schöpferischer Kraft und Komplexität.

Bericht über das KUKUmobil anlässlich der Ausstellung „Die Fäden einer Verwandtschaft“, Stadtgalerie Bernau 2019. // Jan Mader _ ODF „Ostbrandenburgisches Digitalfernsehen“

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Wie es dazu kam?

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Seit einigen Jahren mache ich mir Gedanken darüber, wie ich meine Sehnsucht nach neuen Orten und Menschen mit der langwierigen Arbeit am Webstuhl derart verbinden kann, dass beide Seelen, die der Nomadin und die der bodenständigen Handwerkerin sich bereichern können, ohne dass die eine das Gefühl hat, der anderen im Wege zu stehen.

Irgendwann stand ich in einem kleinen spanischen Dorf vor einem ausrangierten verrosteten Viehtransport und plötzlich kam mir der Gedanke, wie es denn wäre, wenn meine Werkstatt sich auf solch einem Anhänger befinden würde, mit dem ich von Ort zu Ort ziehen könnte.

Im Nachhinein muss das wohl die Geburtsstunde des KUKUmobils gewesen sein. Erst schlummerte dieser Gedanke noch in einem stillen Eckchen meiner Seele, traute sich nur in ruhigen Momenten hervor wie ein scheues Reh, wenn niemand da war ausser mir und selbst ich alle zweifelnden Stimmen in mir zum Schweigen ermahnt hatte.

Dann begann ich, immer öfter davon zu erzählen und war selbst überrascht, wie positiv die Reaktion darauf war. Und so geschah es, langsam aber sicher, wie so vieles in meinem Leben, dass die Idee immer konkretere Formen annahm.

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Vor meiner Ankunft in Berlin entstand ein kleines Modell, noch sehr inspiriert in der Bauwagenästhetik, denn anfänglich dachte ich daran, mir einen zu kaufen und ihn umbauen zu lassen. Dieses Modell wurde mein treuer Begleiter, Teil meiner Ausstellungen….

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Und dann kam Berlin. 2017. Und der Kontakt mit der Tinyhaus-Community, zuerst auf dem Bauhaus-Archiv-Campus, später berlinweit. Ich besuchte gebaute Tinyhäuser und war mir immer sicherer, dass auch mein KUKUmobil ein eigener Bau sein sollte, von Grund auf imprägniert von der Energie, die diesem Projekt eigen ist. Nur wo und mit wem? Ich alleine sehe mich dazu nicht in der Lage.

Kommt Zeit, kommt Rat. Das habe ich noch nie so deutlich gespürt, wie in den vergangenen Monaten. Beides hat sich gefunden. Ich weiss jetzt, mit wem ich das KUKUmobil bauen werde, und ich freue mich sehr auf die Zeit, die vor uns liegt:

Kathi Link wird dieses Jahr ihre Meisterprüfung als Tischlerin ablegen. Ihr Meisterstück wird der Materialschrank für das KUKUmobil sein. Und Gudrun Mattke ist auf dem Weg, Tischler-Gesellin zu werden.

Kathi Link und Gudrun Mattke, rechts und links von mir.

Ich weiss, das klingt gewagt, aber ich bin überzeugt davon, dass es funktionieren wird.

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Wie es aussehen wird?

In zahlreichen Gesprächen haben wir uns darüber ausgetauscht, wie das KUKUmobil aussehen soll, welche Funktionen es erfüllen soll und was es dazu braucht an Unbedingtem und an Wünschenswertem.

Inzwischen wissen wir so ziemlich genau, wie es aussehen soll:

  • schlicht und bescheiden, also nur genau so groß, wie es sein muss, und genau so klein, wie es sein kann, um seinen Zweck gut zu erfüllen;
  • ausgewogen in allen Dimensionen und nachhaltig in der Materialwahl und der Bauart;
  • so leicht wie möglich, denn ein bedeutender Aspekt ist dazugekommen, der das Ganze noch „crowdier“ macht: Momentan ist nicht vorgesehen, dass es ein projekteigenes Zugfahrzeug geben wird. Ich werde mich auf die Suche machen nach Menschen, die dieses Projekt unterstützen wollen und können, indem sie das KUKUmobil von einer Webstation zur nächsten bringen.
    Ich weiss, das klingt gewagt, aber ich bin überzeugt davon, dass es funktionieren wird.

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Wie ihr unterstützen könnt?

2022. Das ist das Jahr, in dem das KUKUmobil das Licht der Welt erblicken wird. Im April startet die Bauphase. Unterstützung ist willkommen, tatkräftige ebenso wie finanzkräftige.

Aber eigentlich geht es mir um mehr. Ich wünsch mir, dass aus der Ursprungsidee ein Gemeinschaftsprojekt wird, dass ich Menschen davon begeistern kann, dass sie Lust bekommen mitzuhelfen und Wege finden, das zu tun. Dass es am Ende hunderte von Namen gibt, die hinter der Idee stehen.

In den kommenden Wochen soll eine eigene Website / Blog für das Projekt entstehen. An dem Netzwerk wird schon gearbeitet, die Route muss definiert werden und da gibt es noch Raum für jede Menge Webstationen.

Die Reise wird in Portugal beginnen und das KUKUmobil wird im Zick-Zack durch Europa reisen. Wie ein Weberschiffchen wird es jedes mal, wenn es an den Rand stößt, wenden und sich in die entgegengesetzte Richtung auf den Weg machen.

Der Ursprungsentwurf wird in den kommenden Monaten parallel zum Bau des KUKUmobils im Atelier entstehen. Derzeit arbeite ich an einer Serien von Musterpieces, kleinen „Dankeschöns“ für die Crowdfunding-Kampagne oder die keline Kunstauktion, die dem Projekt etwas Luft unter den Flügeln verschaffen soll. Und im Sommer gibt es neben den üblichen Kursen der VHS auch noch einen „Abschieds-“ und „Gute-Fahrt“-Kurs am KUKUmobil. Ihr seht, es fehlt nicht an Aufgaben, die zu erledigen sind.

Alle, die jetzt schon unterstützen wollen, können dies tun, und sich bei mir melden unter puentetomapeople@gmail.com:

  • BAU
  • Wer Lust zum Mitbauen hat. Voraussichtliche Bauzeit: April – Juli 2022
  • Wer Kontakte zu Bau- und Dämmmaterialherstellern hat
  • Wer Kontakt zu Fenster- und Türenherstellern hat
  • Wer Erfahrung im Tinyhausbau hat und dieser gerne teilt
  • MEDIA
  • Wer sich mit Website-Desing und sonstigen SocialMedia auskennt
  • Wer sich mit Grafikdesign auskennt und gerne ein Logo für das Projekt entwickeln würde
  • Wer sich mit interaktivem Mapping auskennt
  • Wer Kontakte zu Medien hat, die an dem Projekt interessiert sein können (Radio / Fernsehen / Presse)
  • Wer gerne bei Videos und Fotodokumentation hilft
  • Wer gerne Texte und sonstige Beiträge in andere Sprachen übersetzen möchte
  • ROUTE / WEBSTATIONEN
  • Wer interessante Orte für die Route kennt, die Webstation sein könnten (mit Textiler Geschichte, Gegenwart und/oder Zukunft, mit interessanten gemeinwohlorientierten Projekten, mit Bezug zur Textilkunst…..
  • Wer sich vorstellen kann, das Projekt über eine gewisse Strecke zu begleiten, den Transport in einer bestimmten Region übernehmen kann….
  • TEXTILKUNST
  • Wer Lust auf die Teilnahme an einem Bildwirkereikurs im Sommer hat
  • Wer Interesse hat, eine kleine Bildwirkerei käuflich zu erwerben
  • Wer Kontakt zu Menschen und Orten mit Bezug zu Textiler Kunst hat
  • ……
  • FINANZEN
  • Eine immer gern gesehene Hilfe bei solchen Projekten ist natürlich die finanzielle. Wenn ihr das Projekt der Wandernden WebWerkstatt also so unterstützen wollt, dann könnt ihr das jetzt schon tun.

    Kontonummer: De 72 4306 0967 1238 318400
    bei der GLS Bank
    BIC: GENODEMGLS
    Verwendungszweck „KUKUmobil“
  • Wer noch nicht weiss WIE, aber weiss, DASS……..

puentetomapeople@gmail.com