830 _ berlin _ fundstück

Hinter jedem Abschied steht ein Warten.
Wenn dein Schritt verhallt ist, sehn ich mich.
Wenn Du kommst, ist jeder Tag ein Garten.

– Aber wenn du fort bist, lieb ich dich…

Manchmal seh‘ ich auf zu Sternmillionen.
Ob das Glück stets hinter Wolken liegt?
Ach, ich möchte in den Nächten wohnen,
wo kein ‚morgen‘ um die Ecke biegt.
Kommst du, sehn‘ ich mich nach tausend Dingen,
wächst der Abgrund zwischen dir und mir,
Spür‘ ich altes Fernweh in mir klingen.

– Aber wenn du fort bist, gilt es dir.

Unser Schicksal lauert hinter Bergen.
Schönes Jenseits, das wir nicht verstehn.
Unsre Großen gleichen noch den Zwergen,
Und nichts bleibt uns als emporzusehn.

Gibt es Träume, die noch nicht zerrissen,
Gibt’s ein Glück, das hielt, was es versprach?
Ach, wir Dummen werden’s niemals wissen.
Und die Klugen forschen nicht danach…

Dichtung von Mascha Kaléko
Rezitation: Dota Kehr – Konstantin Wecker

Anmerkung: So starb ich tausendmal. Doch da du kamst, Mocht ich das Glück, dir nah zu sein, nicht stören. Wie aber solltest du mein Schweigen hören, Da du doch nicht einmal mein Wort vernahmst (Mascha Kaléko)

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829 _ berlin

Aufräumen, sortieren, verwahren….. Typische Dinge für den Jahreswechsel. Auch hier. Nach fast 2000 Posts und fast 10 Jahren Blogaktivität ist die Speicherkapazität ausgereizt. Da heisst es entweder UMZIEHEN oder AUFRÄUMEN. Ich habe mich für letzteres entschieden, ein UMZUG würde mich derzeit vollkommen überfordern.

Also bin ich hier im Blog ganz nach unten gescrollt, in die Tiefen der Vergangenheit, da wo eigentlich keiner mehr hinabtaucht, wo das ein oder andere Tiefseeungeheuer lauern mag, das man besser schlafen lässt.

Dabei erfasst:

5 Jahre Berlin

1 Wohnungswechsel, das ist relativ wenig für berliner Verhältnisse. Glück gehabt.
2 Jahre Künstlerresidenz KMH und 2 Jahre Arbeit am Webstuhl. Intensiv.
3 Jahre Atelierraum und KMH-Engagement. Das eine bleibt, das andere geht.
4 Ausstellungen und viele Gespräche, Begegnungen, Erfahrungen.
5 Orte an denen ich meine Leidenschaft für die Bildwirkerei weitergeben durfte.

5 Jahre Berlin werden es sein. Es ist an der Zeit.

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828 _ berlin _ textil

Die Arbeit an den ETUDES geht weiter.

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827 _ berlin _ fundstück

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826 _ berlin _ fundstück

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825 _ berlin _ fundstück

Passt.

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824 _ berlin _ textil

Auch dieses Jahr hat er gequalmt und geräuchert. Allerdings im Atelier. Waldhonig. DANKE.

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berlin _ 823 _ fundstück

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berlin _ 822 _ fundstücke

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke

Live bei den „Songs an einem Sommerabend“ 2014
Mit Jo Barnikel, Jens Fischer und Severin Trogbacher
VÖ auf Album „Wut und Zärtlichkeit“ 2011

Entzündet vom Weltenbrand,
ins Jetzt gepflanzt,
ewig in Rhythmen gebannt,
aus Klängen gestanzt,

tauchst in die Fluten du ein,
bis alles erlischt,
würdest gern Brandung sein,
endest als Gischt.

Dem Ganzen entzweit, doch ganz
auf dich gestellt
bleibt nur dein brüchiger Tanz
auf den Wogen der Welt,

und du erinnerst den Ton,
den großen Gesang,
dem vor Urzeiten schon
dein Wesen entsprang.

Trotzdem: was hält dich im Spiel?
Welcher Verdacht
leiht dir noch Licht und Ziel
in deiner Nacht?

Welches geheime Wort,
äonenfern,
schwingt sich im Geiste fort
durch Stunde und Stern?

Weshalb auch mancher Moment,
liebeverwebt,
der dir auf einmal bekennt,
warum es dich lebt?

Und so lugst du am Bug,
fährst nie im Hafen ein,
als wäre es Gnade genug,
Segel im Winde zu sein.

Entzündet vom Weltenbrand
ins Jetzt gepflanzt,
ewig in Rhythmen gebannt,
aus Klängen gestanzt,

tauchst in die Fluten du ein,
bis alles erlischt,
würdest gern Brandung sein,
endest als Gischt.

Wie gut es doch manchmal tut, einzutauchen in den kulturellen Nährboden, sich zu suhlen in den Klängen und den Geschmäcken der Vergangenheit, sich ganz vollzusaugen bis nichts mehr reinpasst.

Die vergangenen Tage waren voll davon und der Nährboden reich an Menschen, einige in der Nähe andere in der Ferne, die mit ihren Worten und Taten Spuren in mir hinterlassen haben. Sich in Dankbarkeit daran zu erinnern wer alles dazu beigetragen hat, dass meine Wahrnehmen und Fühlen, mein Denken und Tun in den entscheidenden Momenten die Richtung nahm, die mich dorthin geführt hat, wo ich heute stehe…. das ist ein Teil meiner „Arbeit“ während der vergangenen Raunächte gewesen.

Denn eigentlich hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, den Ritualen, die allgemein mit diesen besonderen Tagen verbunden werden, zu folgen. In meinem spanischen Alltag waren sie nicht gegenwärtig, aber nach meiner Rückkehr nach Deutschland waren sie mir ausreichend oft in Erzählungen anderer begegnet, dass ich dachte, es wäre an der Zeit. Aufräumen, Raum Schaffen, freien.

Zeit zu Wandern zwischen Welten. Wenn sich Türen öffnen und man sich leicht verlieren kann und ebenso leicht finden. Wenn nichts so ist, wie es eben noch zu sein schien, wenn Wunderbares und Gespenstisches ineinander fließen. Zeit des Innehaltens. Zeit des Wanderns.

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berlin _ 821 _ fundstücke

Manchmal

Manchmal, wenn ein Vogel ruft
oder ein Wind geht in den Zweigen
oder ein Hund bellt im fernsten Gehöft,
dann muß ich lange lauschen und schweigen.


Meine Seele flieht zurück,
bis wo vor tausend vergessenen Jahren
der Vogel und der wehende Wind
mir ähnlich und meine Brüder waren.

Meine Seele wird Baum
und ein Tier und ein Wolkenweben.
Verwandelt und fremd kehrt sie zurück
und fragt mich. Wie soll ich Antwort geben?


September 1904

Hermann Hesse

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berlin _ 812 _ fundstücke

„Wenn uns etwas fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selber mit fortgenommen.

Gott aber will, dass wir uns wiederfinden,
reicher um alles Verlorene
und vermehrt um jeden unendlichen Schmerz.“

Rainer Maria Rilke

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820 _ berlin _ fundstück

Winter

Die Vögel, schwarze Frücht
ein den kahlen Ästen.
Die Bäume spielen Verstecken mit mir,
ich gehe wie unter Leuten
die ihre Gedanken verbergen
und bitte die dunklen Zweige
um ihre Namen.
Ich glaube, daß sie blühen werden
– innen ist grün –
daß du mich liebst
und es verschweigst.

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berlin _ 819 _ fundstück

Paul Celan

Zähle die Mandeln,
zähle, was bitter war und dich wachhielt,
zähl mich dazu:

Ich suchte dein Aug, als du’s aufschlugst und niemand dich ansah,
ich spann jenen heimlichen Faden,
an dem der Tau, den du dachtest,
hinunterglitt zu den Krügen,
die ein Spruch, der zu niemandes Herz fand, behütet.

Dort erst tratest du ganz in den Namen, der dein ist,
schrittest du sicheren Fußes zu dir,
schwangen die Hämmer frei im Glockenstuhl deines Schweigens,
stieß das Erlauschte zu dir,
legte das Tote den Arm auch um dich,
und ihr ginget selbdritt durch den Abend.

Mache mich bitter.
Zähle mich zu den Mandeln.

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berlin _ 818 _ und dann….

2021 _

Eigentlich nicht erwähnenswert, weil offensichtlich und allgemein bekannt: Es war ein nicht immer einfaches aber ein intensives Jahr.

Für mich und mein Durchhaltevermögen war es eine Herausforderung, genährt von meinem Pflichtgefühl und der Liebe zu einer Vision, bestimmt von der Notwendigkeit der „Herauslösung“, die im Sommer schon begonnen hatte und von der ich das Gefühl habe, langsam zu einem Abschluss gekommen zu sein.

Loslassens als eine Übung der Bescheidenheit, auch eine Frage des Grundvertrauens, auf alle Fälle eine der Freiheit. Räume durchwandern, mit anderem Blick, auf dem Weg hinaus aus der Mitte des Labyrinths. Auf den eigenen Spuren. Mit sanftem Druck fallen die Türen ins Schloss.

In der Stille des Ateliers klingt einiges in mir nach, in der Harmonie, manches auch im Dissonanz.

Und es tun sich neue Räume auf. In mir. Lassen mich meine Stimme wieder hören. Früh, ganz früh, dann, wenn sie noch ganz zaghaft und leise ist, sich selbst kaum traut, fast ein wenig verschreckt und überrascht die eigene Klarheit und Klangmacht wahrnimmt, wenn sie nicht umgeben ist vom steten Rauschen, jedes Wort geruhsam gewichtend in seiner Tiefe, in seiner Weite, in seiner Kraft.

2022 _

Und ausserhalb. Denn langsam aber sicher schiebt sich das KUKUmobil-Projekt immer weiter in den Vordergrund. Gemeinsam mit Gudrun (danke für die Zeichnung) und Kathi dieses Projekt zu denken erfüllt mich mit tiefer Fröhlichkeit.

Klar kommen hin und wieder schneidende, zweifelnde Töne auf, die durchaus in der Lage wären, das leise freudige Summen zu überstimmen das mich von Tag zu Tag trägt. Ein Räuspern, Husten, manchmal auch ein ganzer Satz. Ich höre genau zu, aber es verstummt von alleine, so, als ob sie gerade durch das Gehörtwerden ihre bremsende oder gar verhindernde Kraft verlieren würden.

Es ist ein lebendiges Projekt. Es atmet, pulsiert. Es weitet sich und zieht sich zusammen. Erst war es klein gedacht, dann kam der Drang so groß wie möglich zu denken. Jetzt überwiegt der Mut, auch wenn es größer gehen könnte, die eigene, passende Dimension und stimmige Proportion zu finden und dazu zu stehen, ohne das Gefühl zu bekommen, etwas „verpasst“ zu haben.

Ich liebe die Ruhe und Besonnenheit, die diesem Projekt bisher eigen ist und die ich gerne bewahren möchte, für die Zeit des Baus im kommenden Frühjahr, aber viel mehr noch für die Zeit danach, wenn es auf Reisen geht.

Ich freu mich. Auf all das Neue, was das kommende Jahr bringen mag. Als leidenschaftliche, unverbesserliche Utopistin lasse ich mich tragen von meinem Grundvertrauen.

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, würgen und heilen, brechen und bauen, weinen und lachen, klagen und tanzen, Steine zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen, suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, zerreißen und zunähen, schweigen und reden, lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit.

(Prediger 3,1–8)

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berlin _ 817 _ fundstück

Zweites Jahresende unter dem Zeichen der Pandemie. Inzwischen wissen auch die Optimistischsten unter uns, oder die Naivsten: so schnell, wie wir noch im Frühjahr 2020 gedacht hatten, werden wir diesen Gesellen nicht wieder los. Mehr noch, wir werden uns wohl an ihn gewöhnen müssen, wie an einen nicht eingeladenen Dauergast, der sich bei uns wohlfühlt, auch wenn wir alles tun, um ihm das Überleben unmöglich zu machen.

Im Frühjahr 2020 haben viele von uns, die nicht gerade in einer akuten Extremsituation steckten und die negativste Auswirkung, den eigenen Tod oder den von geliebten Menschen, vor Augen hatten, durchaus eine Chance in dieser allgemeinen Ausnahmesituation gesehen. Eine Chance anzuhalten und aus dem Stillstand heraus darüber nachzudenken, ob Leben, ob Alltag, ob Gesellschaft auch anders gehen kann. Ob diese uns allen auf einmal verloren gegangene Normalität denn wirklich etwas ist, dem man hinterhertrauern sollte, oder ob die kollektive kreative Kraft sich nicht vielmehr darauf konzentrieren sollte, neue Modelle, Wege, Systeme zu denken, die uns in eine neue und bitte! andere Normalität bringen.

Das Virus hat nicht nur seiner Natur entsprechend weltweit in Millionen von Körpern gewütet und Abwehrsysteme auf ihre Tüchtigkeit hin überprüft, es hat auch unser gesellschaftliches Gefüge auf den Prüfstand gebracht, als Katalysator fungiert und seine Schwachstellen mit einer so großen Deutlichkeit aufgezeigt, dass ein Wegsehen immer schwerer fällt: von der Abhängigkeit von globalen Produktionsketten und der Allmacht wirtschaftlicher Interessen, über die Folgen des Rationalisierungsbestrebens in all den Bereichen, die mit dem Faktor Mensch zu tun haben in Gesundheit, Bildung, Familie und Kultur, bis hin zum mangelnden Vertrauen in die Politik die Hinterfragung unseres Verständnisses von Solidarität, das Rütteln an Freundschaften und das Fehlen jeglicher Planungssicherheit….

Fakt ist, dass diese zwei Jahre des mehr oder weniger bewußt wahrgenommenen Dauerstresses, dem wir alle ausgesetzt sind, anscheinend eher dazu geführt haben, dass die destruktive Komponente, die solch einer Situation innewohnt Überhand nimmt. Wir tun uns schwer damit, diese Energie beiseite zu schieben und konstruktive Ansätze zuzulassen.

Für mich war und ist diese Pandemieerfahrung nach wie vor eine Chance, die wir immer mehr vertun, indem wir Diskursen folgen, die spalten, statt zu vereinen, die Unverständnis nähren, statt Empathie. Dieser Bedrohung von außen, der wir mit Geschlossenheit begegnen sollten, erlauben wir es, dass sie uns zusehends von Innen heraus zergliedert. Das liegt nicht in der Natur des Virus, denn das macht keinen Unterschied zwischen dem einen oder dem anderen Zellgefüge „Mensch“. Das liegt dann wohl in unserer menschlichen Natur?!

Ich will die Auswirkungen der Pandemie nicht kleinreden, jeder Mensch der geht ist ein Verlust für die Hinterbliebenen, eine leere Stelle im Gefüge. Aber ja, es geht auch ein wenig in die Richtung: jede Krise birgt eine Erfahrung, aus der wir lernen können, Dinge in der Zukunft besser zu machen, solider, ausgewogener, gerechter, solidarischer, widerstandsfähiger, für jede und jeden einzelnen von uns und damit für uns alle.

Ich wünsche mir einfach, dass die Energie die in den Millionen von Umarmungen steckt, auf die wir in diesen Zeiten der Pandemie verzichten mussten, nicht einfach verpufft, dass wir sie einfangen und mit ihr und aus ihr heraus doch noch den Mut finden, darüber nachzudenken, ob Leben, ob Alltag, ob Gesellschaft auch anders gehen kann.

Ich wünsche mir, wieder quer denken zu dürfen, ohne als Querdenkerin abgestempelt zu werden. Quer zu denken ist ein hohes Gut. Wikipedia sagt: „Laterales Denken, auch Querdenken genannt, ist eine Denkmethode, die im Rahmen der Anwendung von Kreativitätstechniken zur Lösung von Problemen oder Ideenfindung eingesetzt werden kann.“ Das will ich zurückhaben!!!

Ich wünsche mir, wieder spontan, mit Leichtigkeit und Unbeschwertheit umarmen zu können. Nicht alle, nicht jeden, nicht immer. Auch da hat die Pandemie und unser verändertes Verhalten durchaus eine Chance gebracht, Dinge neu verhandeln zu können und bisher Selbstverständliches zu hinterfragen. Aber da wo es mir wichtig ist, möchte ich es wieder tun können.

Ich wünsche mir, dass wir Stillstand als positives Momentum akzeptieren lernen, das uns die Möglichkeit eröffnet, Dynamiken zu verändern und damit Beziehungen und Systeme neu zu gestalten.

Ich wünsche mir, dass die Erfahrungen des letzten beiden Jahre, die, die wir positiv bewerten ebenso wie die, die wir negativ bewerten, in uns nachhallen und uns dazu anregen, nachhaltigere Modelle zu denken und zu leben.

Vor einem Jahr habe ich dieses Video schon einmal geteilt. Ich tue es wieder, denn Konstantin Wecker ist nach wie vor Teil meines kulturellen Nährbodens und seine Worte von vor einem Jahr enthalten, jetzt vielleicht eher als Mahnung und Auftrag für die Zukunft, viel von dem, was mich jeden Morgen aufs Neue dazu bringt, die Ärmel hochzukrempeln und so gut es geht meinen Teil dazu beizutragen, dass diese Welt eine menschenwürdigere Welt wird.

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berlin _ 816 _ fundstück

Hier werden Vorbereitungen für das Neue Jahr getroffen.

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berlin _ 815 _ fundstück

Sonnenuhr

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berlin _ 814 _ textil

Doch. Oder?

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berlin _ 813 _ fundstück

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berlin _ 812 _ textil

Arbeitsplan für den Jahresausklang.

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berlin _ 811 _ film

Doch noch geschafft. Fast hatte ich befürchtet, dass er mit entschlüpfen würde. Seit Wochen schon wollte ich ihn sehen und habe nie den berühmten MOMENT gefunden. Es war gar nicht mehr so einfach, in Berlin ein Kino zu finden, das diesen Film immer noch im Programm hat.

Ich hatte zwar kein Kritiken gelesen _ das tue ich selten, so wie ich auch keine Reiseführer zu lesen pflege oder die Wettervorhersage zu Rate ziehe _ aber natürlich ist das allgemeine Geraune der Begeisterung auch bei mir angekommen.

Und ja: ich schließe mich ihm an, raunend, leise und gedämpft, denn in seiner Schlichtheit und Direktheit läßt er keinen lauten Jubel zu. Es ist ein leiser, ein gemächlicher Film, unaufgeregt, unprätentiös, unaufdringlich und doch oder gerade deswegen zutiefst berührend.

Nichts wird verkitscht oder romantisiert, aber auch nichts unnötig ins Dramatische gezogen.

Allem liegt eine wunderbare Poesie der Schwermut und eine gewisse Melancholie zugrunde, aber auch Sehnsucht, von Einsamkeit, auch ein Gefühl von Zugehörigkeit zu einer Schicksalsgemeinschaft…

Ein Geschenk zum Jahresende.

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berlin _ 809 _ textil

Das Wunderbare an einem Atelier ist, dass man einfach so aufstehen und gehen kann mit der Gewissheit, alles beim nächsten Mal genau so vorzufinden, wie man es hinterlassen hat.

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berlin _ 808 _ fundstück

Überlaß es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch′s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.

Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du′s überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Theodor Fontane

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berlin _ 807 _ textil

Heute, im Atelier…..

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berlin _ 806 _ textil

Stand der Dinge:

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berlin _ 805 _ fundstück

Peter Handke

Über die Dörfer

Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Sei nicht die Hauptperson. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, laß dich ein und verachte den Sieg.

Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Augen, wink die anderen ins Tiefe, sorge für den Raum und betrachte einen jeden in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.Laß dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub.

Überhör keinen Baum und kein Wasser. Vergiß die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bück dich nach Nebensachen, weich aus in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, mißachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege Dich in deinen Eigenfarben; bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süß wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.

Aus : Über die Dörfer

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berlin _ 804 _ fundstück

REZEPT

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im großen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko

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berlin _ 803 _ fundstück

Die Löcher sind die Hauptsache…….

Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

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berlin _ 802 _ textil

Variationen zum 銀杏

Meine Wand im Atelier füllt sich langsam aber sicher. Die spielerische Leichtigkeit und eine gewisse Sorglosigkeit, die die Arbeit in solch kleinen Formaten mit sich bringt, ist ein Genuss.

Alles überschaubar, das Bild ebenso wie die Zeit.

Dahinter steckt die Idee einer Crowdfunding-Kampagne, die hoffentlich irgendwann zwischen Neujahr und Ostern 2022 mithelfen soll, den Bau des KUKUmobils und vor allem die erste Reisezeit zu unterstützen. Aber davon mehr, wenn die Zeit gekommen ist.

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berlin _ 801 _ textil

_ es geht los!!!

Gestern hatte ich einen besonders schönen 2.Advent. Zusammen mit meiner Freundin Cindy habe ich in die Zukunft gesponnen und mir überlegt, wie das Projekt des KUKUmobils, der WanderndenWebWerkstatt dokumentiert werden soll und kann.

Denn, dokumentiert soll es werden. Darin bin ich mir einig mit mir selbst.

Also haben wir geprobt und einen kleinen Schlachtplan entworfen.

Hier der erste Probe-Take, bei Christstollen und Tee:

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/590396438859510

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