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6 Kilo Zucker, 10 Kilo Mehl, 3 Kilo Jasminreis……. Es mag sich so lesen, aber das ist NICHT der Einkauf für die Weihnachtsbäckerei, auch wenn die Kassiererin im Supermarkt mir aufmunternd und die Dame in der Schlange hinter mir mitleidig zugelächelt hat.

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Nein. Hier geht es um etwas anderes. Hier geht es darum eine lange Kette gut auf einen Webstuhl zu bekommen. Ideal sind dafür helfende Hände. Aber die sind nicht immer verfügbar. Also muss man sich selbst zu helfen wissen, denn ausser einem guten Entwurf geht nichts über eine „gute“ Kette.

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So müssen halt improvisierte Gewichte herhalten, denn wie soll man sonst 1200 Fäden unter mehr oder weniger gleichmässiger Spannung aufwickeln!!!

Es ist eine große Herausforderung, diese Kette zu bewahren und weiter zu nutzen. Das war es schon damals, als ich sie geschärt habe. 15 m. Eine Herausforderung an das Leben. Sie sollten ein Zeichen dafür sein, dass es an der Zeit ist, einen Ort zu finden, der Kontinuität gewährleistet. Dem war nicht so. Das einzige Kontinuum ist die Kette selbst geworden. Deshalb liegt mir wohl so viel daran, sie weiter zu verwenden, auch wenn es jetzt meine  Geduld ist, die auf eine harte Probe gestellt wird.

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Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussehen mag, heute bin ich ein gutes Stück voran gekommen. Die Zöpfe sind offen, die Fäden in gleichmäßigem Abstand eingelegt.

Und obwohl das Weihnachtsintermezzo erst in einer Woche stattfindet, herrscht jetzt schon Weihnachtsstimmung im Museum Kesselhaus.

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MERKT euch den 15.12.2018. Es wird sich lohnen. Wir sehen uns dort.

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berlin _ 423

Algo más de año y medio separan estas dos tandas de imágenes, y un buen puñado de vivencias, de emociones, de cabreos y alegrías.

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Hoy ha sido un día muy especial, y por eso escribo en español, que ya sé, que lo estoy dejando un poco al lado, pero a veces premia el tiempo y la realidad es la que manda.

Pero hoy no. Porque hoy me he puesto a preparar el telar para el „Weihnachtsintermezzo“ en un maravilloso espacio no lejos de nuestra casa: el edificio que antaño albergó las calderas de calefacción y electricidad de un conjunto hospitalario berlinés, hoy convertido en museo: el Kesselhaus, en el cual el sábado 15 de diciembre habrá un evento de mercadillo, arte, gastronomía y música en el que participaré.

Así que hoy me he pasado el día sacando la urdimbre que guardamos tan cariñosamente en La Redonda hace año y medio, desenredándola, peinándola y recordando, como no, los días del corte del tapiz más reciente y todas las manos amigas que me arroparon en estos momentos tan intensos. Y el abrir cada trenza era como traeros para acá y teneros conmigo. GRACIAS.

Patri, Marta, Arturo, MJ, Loyola, Lourdes, Bernardo, Noe, Jaime, Lucia, María, Esther, Josemi………

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berlin _ 422

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Und wieder einmal ist mein Webstuhl auf Wanderschaft gegangen. Diesmal ging die Reise allerdings nicht ganz so weit. Im Museum Kesselhaus Herzberge, auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses KEH (Königin Elisabeth Herzberge), mit Anschluss an den Landschaftspark Herzberge werde ich die nächsten Tage zu finden sein.

Endlich hat mein Telemachus mal wieder etwas Luft um sich herum. Und am Samstag, den 15.12.2018, beim Weihnachtsintermezzo in gemütlicher Atmosphäre werde ich euch gerne zeigen, wie es aussieht und sich anfühlt, wenn man sich in die Welt der Bildweberei begibt.  Also merkt euch den Tag schon einmal im Kalender vor.

Und gut macht er sich, oben auf der Kesselebene, zwischen all dem Metall und Ziegelstein. Danke an alle helfenden Hände für den reibungslosen  Transport und Aufbau. Ich bin sehr darauf gespannt, wie es sich dort weben lässt.

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berlin _ 421 _ KMH

Ich wollte euch nur noch einmal daran erinnern, dass ab Morgen die Austellung „Wiedergeburt“ in die fünfte und damit vorletzte Wochenendöffnungsrunde geht und von Do bis Sa jeweils von 15 bis 18 Uhr auf euren Besuch wartet.

Am Freitag gibt es ein Workschop mt dem Titel: “Ein Land, das es nicht (mehr) gibt”,  zu dem ich euch herzlich einladen möchte. Mir ist dabei gleich eins meiner Lieblingswörter eingefallen, ihr kennt es ja schon:

hiraeth

„The lost place of your past“, der verlorene Ort deiner Vergangenheit, da bekomme ich jedesmal Gänsehaut.

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berlin _ 420 _ fundstücke

Lichtenberg. Aristophanes. Der Frieden.

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berlin _ 419

Manchmal werde ich gefragt, was denn aus der Idee des KUKUmobils geworden ist. Nun,  ich muss zugeben, dass es DERZEIT nicht ganz oben auf meiner „To-Do-Liste“ steht, da kommt zuerst die Suche nach einem Atelier. ABER das bedeutet natürlich nicht, dass es vergessen ist. DENN: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. UND: Weber/innen sind hartnäckiger als das schlimmste Unkraut und so leicht nicht wegzukriegen mit ihren Ideen. Klar, dass dann mein Blick immer mal wieder irgendwo kleben bleibt.

A veces me preguntan que ha sido de la idea del KUKUmobil. Bien, tengo que reconocer que ahora mismo no ocupa el primer puesto de mi „que-hacer-lista“, ahí está la busqueda de un taller. PERO eso no significa  que lo haya olvidado. PORQUE Lo que no es hoy, será mañana. Y: Los y las tejedores somos por naturaleza más persistentes que la peor de las malas hierbas y extremadamente tenaces a la hora de convertir nuestras ideas en realidad.  Dicho lo cual, a nadie le sorprenderá que, de vez en cuando, mi mirada quede „pegada“ en algún lugar, sobre algún objeto……

009Für den großen Webstuhl zu klein, aber für die Webböcke…..!!!!!

 

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berlin _ 418 _ KMH

Am Freitag fand die erste der zwei geplanten Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung „WIEDERGEBURT“ in der KulturMarktHalle statt. Die ausstellenden KünstlerInnen waren eingeladen über ihre Arbeiten und den Bezug zum Ort, zur Zeit und zum Thema darzustellen und miteinander und dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

 

Bedauerlicherweise war das Publikum nicht gerade zahlreich, dabei war es total gemütlich und ich habe die Gelegenheit sehr genossen, mehr über die Arbeit meines Kollegen  Anwar Al Atrash zu erfahren. Natürlich hatte ich mir seine Website schon angesehen, hatte auch mit ihm über unsere Arbeiten, unsere Herangehensweisen an das Thema gesprochen, aber immer nur auf Englisch. Da versteht man sich mal mehr, mal weniger. Aber wie das mit den Sprachen halt so ist, wenn man sie nicht so gut beherrscht, wie das bei mir mit dem Englisch und bei Anwar mit dem Deutsch der Fall ist: wenn man tiefer in ein Thema einsteigt, dann wächst manchmal die Frustration, weil man sich trotz der Bemühung des Gegenübers, dem Gedankengang zu folgen, bewusst wird, dass vieles von dem, was man eigentlich gerne mitteilen oder fragen würde, auf der Strecke bleibt.

TalkVon links nach rechts: Valentina Sartori, Kuratorin der Ausstellung, Juanjo, einer der fleißig heizenden Pelletöfen der KMH, ein Standbild des Videos mit Yael Nachshons Eröffnungskonzert und darunter Yaser bei der Durchsicht der Fragen für das Gespräch.

Deswegen war es ein absoluter Luxus, Anwar in seiner Muttersprache reden zu hören. Yaser Mohammad hat bei der Gesprächsrunde nicht nur die Moderation übernommen, sondern auch das Hin- und Herübersetzen der Fragen und Antworten. Auch wenn ich natürlich, leider, nur den deutschsprachigen Teil verstehen konnte, fand ich es spannend, beiden zuzuhören, wenn sie miteinander in ihrer Muttersprache redeten. Wie beim Film im Originalton: Mimik, Gestik und Tonlage der Stimme vervollständigen das Gesagte und machen es viel leichter nachvollziehbar und das Zuhören intensiver. Also noch einmal mein Dank an Yaser. Denn Künstlergespräche zu übersetzen ist sicherlich nicht einfach.

Interessant fand ich auch die unterschiedliche Art und Weise, wie jeder von uns mit der „Aufgabe“ umgegangen ist. In der Natur meiner Disziplin, vor allem in ihrer Langsamkeit, liegt begründet, dass es bei mir eher selten vorkommt, dass ich an solchen Ausstellungsprojekten teilnehme, bei denen ein sehr konkreter Zeitrahmen, ein Thema und ein Ort vorgegeben sind. Eine Herausforderung, die ich gerne angenommen habe,

 

Das Ergenis ist daher auch recht untypisch, wenn man meine bisherigen Arbeiten kennt. Schon allein das Material, Nylonschnur, will sagen Angelschnur, in unterschiedlichen Stärken, habe ich das erste Mal benutzt und dabei festgestellt, dass es zumindest als Webmaterial nicht gerade besonders umgänglich ist.

 

Als Entschädigung für diese gewisse Störrischkeit brachte es allerdings diese wunderbare Transparenz, die einen Zusammenhang zu dem gewählten Ort -der großflächigen Fensterfront- und den graffitierten Schriftzügen  darstellte.

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Auch das Weben „ohne Untergrund“ ist für mich eine neue Erfahrung gewesen. Eigentlich betone ich sonst gerade immer die Gleichwertigkeit von Untergrund und Motiv bei der Bildwirkerei. Das eine kann nicht bestehen ohne das andere, entsteht  zeitnah, oft sogar gleichzeitig, und im steten Wechsel. Je nachdem, wie die Formen verlaufen, die unter rein bildhaften Aspekten das Motiv abgeben, kommt es bei der Entstehung einer Figur häufig zu einer Unterbrechung, weil der Untergrund „fehlt“ und erst gewebt werden muss, bevor die Figur „darüber wachsen“ kann. Für mich macht diese Eigenart  neben anderen Aspekten den Reiz der Bildwirkerei aus. Es hat etwas mit einer Art von Demut oder Bescheidenheit zu tun, einer Bereitschaft, sich zurückzunehmen und aufeinander einzugehen.

Trotzdem finde ich das Ergebnis sehr ansprechend, vielleicht, weil es um Wörter geht, und natürlich, weil es zum Konzept der Arbeit meiner Ansicht nach gut passt. Denn aus meiner Erfahrung heraus hat das Thema Wiedergeburt viel mit Sprache zu tun, mit dem Augenblick, in dem man wahrnimmt, dass man eine Sprache die nicht die eigene ist so gut zu beherrschen beginnt, dass man sich selbst, sein ICH wiedererkennt, wenn man sich ihrer bedient, man sich nicht nur verständlich macht, sondern sich wirklich mitteilen kann. Das ist ein unglaublich bewegendes Gefühl, erst sehr flatterhaft, so sehr, dass man seiner eigenen Wahrnehmung nicht glauben will. Aber wenn es dann immer wieder auf die Probe gestellt wird und immer mehr Bestand hat, dann stellt sich eine unglaubliche Befriedigung ein, denn dahin zu kommen, ist mit sehr viel Anstrengung verbunden, mit vielen Augenblicken der Frustration und der Ungeduld. Und damit sind wir wieder dort agekommen, wo ich mit diesem Blogbeitrag begonnen habe.

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Luft _ Atem _ Sprache

Das waren die drei Worte, die ich gewählt hatte, um sie in den unterschiedlichen Sprachen der ausstellenden Kollegen und Koleginnen zu weben. Wenn Luft zu Atem wird, ist dies ein Zeichen dafür, dass Leben vorhanden ist. Wir hauchen Leben ein, und aus, wir beatmen und wiederbeatmen, wir warten auf den ersten Atemzug eines Neugeborenene und fürchten den letzten eines Sterbenden. Und wenn dieser Atem dazu dient, um unsere Stimme zu tragen und unsere Gedanken und Gefühle anderen mitzuteilen, dann entsteht Sprache.

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Ja, und dann ergab es sich, dass  ich am Freitag vor dem Künstlergespräch Zeit hatte und Fotos machen konnte. Und ganz gegen meine Gewohnheit, die mich eher zur Nüchternheit neigen läßt,  hab ich mich auf ein Spiel mit Licht und Schatten eingelassen. Vielleicht hat auch die vorweihnachtliche Stimmung dazwischen gefunkt. Irgendwie mischte sich da der Effekt Weihnachts-Lichterkette mit Disco-Atmosphäre. Auch das ein Novum.

 

Die Ausstellung läuft übrigens noch bis zum 15.12.2018. Öffnungszeiten sind donnerstags bis samstagsvon 15 – 18 Uhr. Am nächsten Samstag werde ich die Ausstellung betreuen und gerne auch Fragen bezüglich dieser oder meiner sonstigen Arbeiten beantworten.

Es gibt eine zweite Veranstaltung imRahmen dieses Ausstellungsprojektes am Freitag den 7.12.2018 um 19 Uhr. Dann wird es um das Thema „GEBURT“ gehen, um „Ein Land, das es nicht (mehr) gibt.

Ihr seid herzlich eingeladen.

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