berlin _ 600 _ fundstücke

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bernau _ 599 _ TinyWerkStatt

Nochmal mein Dank an alle, die ihr es möglich gemacht habt.

191119_KuKuMobil_Bernau_0002Foto: Alena Schmick

Danke auch all jenen, die ihr mir Raum gegeben haben um mein Projekt zu erproben, und Stimme und Bilder, um es zu erklären.

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bernau _ 598 _ tinywerkstatt

„…. das erste Lebewesen, dass dir begegnet,……. “ So steht es in manchem Märchen und bedeutet mal Gutes, mal Schlechtes. Das erste Lebewesen, das mir in der Bernauer Fußgängerzone begegnete, war eine Meise. Sie saß auf einem der tiefer gelegenen Äste des Baumes gegenüber vom Tinyhouse und beäugte mich, ich weiß nicht zu sagen ob neugierig oder misstrauisch.

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Und wie im Märchen habe ich beschlossen, dieses erste Lebewesen zu weben. So kommt die Meise auf den Rahmen. Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die in der Lage sind Energien zu bündeln und Impulse geben für Neues.

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Und bekam auch prompt eine Rückmeldung. Schön. So konnte ich gleich weiter arbeiten.

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Eine spannende Herausforderung an mich, die ich normalerweise meine Entwürfe klar strukturiere und alleine für die Umsetzung verantwortlich bin, wird es angesichts des großen Projekts sein, Freiräume offen zu halten und zu gewährleisten, dass die Menschen vor Ort sich einbringen können.

 

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bernau _ 597 _ tinywerkstatt

Vier Tage habe ich in der Tinywerkstatt gearbeitet, zwei Nächte dort geschlafen. Da das endgültige Format und das Aussehen des KUKUmobils noch genauer zu definieren ist, sind solche Probeläufe ein Geschenk des Lebens. Daher bin ich der KulturMarktHalle dankbar, mir das KMHCafé für dieses Experiment geliehen zu haben.

Bauwagen vs. Selbstbau

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Meine erstes Nachdenken über das KUKUmobil, noch in Spanien, kreisten um einen umgebauten Bauwagen. Es schien mir leichter, auf ein bestehendes Format zurückzugreifen. Die Tinyhouse-Welle hatte mich in Spanien noch gar nicht erreicht, noch nicht mal am dicken Zeh geleckt. Das kam erst mit meiner Ankunft in Berlin, und auch da erst nach einigen Monaten, während derer ich die Straßen Berlins, noch in der alten Idee gefangen, nach Bauwagen abgesucht hatte und sogar bei einem der großen Bauwagen-Hersteller einen Kostenvoranschlag angefragt hatte (übrigens belief der sich auf ca. 18.000 Euro für einen einachsigen 5 m langen Schnellläufer mit einem großen Fenster und zusätzlicher Isolierung).

004Mein erstes KUKUmobil-Modell in der Ausstellung in der Galerie Bernau

Inzwischen weiß ich, dass ein Tinyhouse wahrscheinlich teurer sein wird, bin aber auch davon überzeugt, dass der ganze Prozess des gemeinschaftlichen Entwerfens und Bauens dem ganzen Projekt nicht nur ein passendes Gehäuse liefern wird, sondern auch eine  positive kollektive Energie und ein starkes Netz an Menschen, die dieses Projekt in ihrem Herzen und ihren Gedanken mittragen.

Außerdem weckt ein Tinyhouse in seiner einzigartigen Architektur und Ästhetik eine ganz andere Neugier bei den Passant*innen und fügt sich sinnvoll ein in all die Gedanken, die wir uns über Altes und Neues, über das Bewahren und das Neudenken, über Mobilität und Stabilität, über öffentliche und private Räume mache (sollten) angesichts all der Herausforderungen und Chancen, die die Zukunft uns bringen wird.

Sehen und gesehen werden

P1360604von innen nach außen
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Natürlich wird eine der großen Herausforderungen bei der Formgebung des KUKUmobils darin bestehen, wie die Funktionalität (z.Bsp. Isolierung, etc.) mit meinem großen Verlangen nach Sichtbarkeit zusammengebracht und umgesetzt werden kann. Das KMHCafé ist als Kulturbühne und Café konzipiert worden und die Öffnung des Raumes stand dabei im Vordergrund. Eine wesentlich geringere Rolle, oder gar keine, spielte die Möglichkeit des permanenten Verweilens/Arbeitens oder gar Wohnens.

Rein optisch haben die Stegplatten der Längswände mit ihrer vertikalen Struktur eine große Vertrautheit bei mir ausgelöst. Wenige Materialien können, denke ich, die Wahrnehmung der Welt einer Weberin, die Monate vor den senkrecht verlaufenden Fäden der Kette verbringen kann, so gut nachvollziehbar darstellen.

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Allerdings ist mir bei diesem Experiment auch bewusst geworden, dass die Exponiertheit, die diese Konstruktion mit sich bringt, auf die Dauer eine große Herausforderung sein kann. Den Blicken preisgegeben zu sein, bis zu einem gewissen Grad ungeschützt oder doch dem ausgesetzt, was im öffentlichen Raum, mit dem sich jeder oder niemand identifizieren kann, geschieht oder geschehen kann, bedarf zumindest einer bewussten inneren Einstellung, wenn nicht sogar eines gewissen Trainings, um auch achtsam für konfliktive Situationen zu sein.

 

Zwei Dinge gleichzeitig tun

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Ich habe sie genossen, die vielen Gespräche, die sich im Laufe der vier Tage ergeben haben. Und auch die kleinen Einweisungen in die Kunst der Bildwirkerei. Aber natürlich ist aus dieser Erfahrung auch die Frage danach entstanden, wie ich bei dem späteren Projekt, bei dem ja neben allem anderen AUCH ein Bildteppich entstehen soll, mit der öffentlichen, der privaten und der künstlerischen Zeit umgehen kann/soll/muss.

191119_KuKuMobil_Bernau_0211Foto: Alena Schmick

Viele Fragen in nur 4 Tagen. Aber wie gesagt, ich bin dankbar, dass sie in einem vertrauten, wohlgesinnten Rahmen auftauchen, der Zeit gibt zum Finden von Lösungen auf den ganz unterschiedlichen Ebenen, auf denen ihnen zu begegnen ist.

Spannend. Motivierend. Ich bleib dran. Werde euch auf dem Laufenden halten.

 

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bernau _ 596 _ tinywerkstatt

Bevor der Sog des Alltags mich immer weiter fortträgt von den Erlebnissen und Erfahrungen mit der Tinywerkstatt vor den Türen der Galerie in Bernau, sollen hier doch noch einige Fotos und Gedanken diese vier Tage zumindest ein Stück weit festgehalten werden und als kleiner Meilenstein auf dem Weg zum eigenen KUKUmobil ein Zeichen dafür setzen, dass sich etwas bewegt. Und dass es das möglicherweise in die richtige Richtung tut.

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Ich wage es nicht zu sagen, wie weit oder wie lang der Weg sein wird. Seitdem ich Spanien verlassen habe, sind so viele Dinge ganz anders gelaufen, als ich es geplant oder mir gewünscht hatte. Manches hat sich unerwartet schnell ergeben, hat mich selbst fast überrumpelt, anderes entpuppt sich als unsäglich langwierig. Ich habe es aufgegeben,  über Letzterem zu verzagen und versuche, mich über Ersteres zu freuen und flexibel genug zu sein, um die Energie dann zu nutzen, wenn sie frei ist und bereitsteht, mich zu tragen.

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Das entspricht nicht meiner Wesensart und ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Aber es scheint gerade zu passen. Also warum es nicht akzeptieren und sehen, was daraus wird….?!

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Aber letztendlich: Was ist für mich nicht gewöhnungsbedürftig an der wandernden WebWerkstatt?! Ausser dem Weben vielleicht.

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Manchmal ergibt es sich, dass jemand da ist, der wirklich fotografieren kann und dann stehe sogar ich, die ich mich gerne hinter dem Fotoapparat verstecke, auch mal davor.

DANKE, Alena Schmick, für deine Zeit, deine Bereitschaft, dein aufmerksames Auge, deinen wohlwollenden Blick durch das Objektiv und dein Gespür für das Wichtige und Interessante vor Ort. Das macht es leicht sich auch VOR der Kamera wohl zu fühlen.

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Foto: Alena Schmick

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Erster bernauer Bildteppich

Tatsächlich habe ich es geschafft, neben allem anderen auch noch ein wenig zu weben.

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Und ein kleines Geschenk habe ich bekommen, von dem jüngsten der Besucher des heutigen Tages:

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