welt _ 769 _ fundstücke

Der Wert eines Menschen besteht nicht in dem was er leistet….sondern in dem was er ist.

Vor Kurzem, nach meinem Eintrag im Blog mit dem Zitat aus dem Prediger Salomo wurde ich von einem guten Bekannten gefragt, ob ich etwa religiös geworden wäre. Nein, bin ich nicht.

Aber ja, die Suche nach der eigenen Spiritualität, dem eigenen „Du darfst, wähle selbst“ beschäftigt mich mit dem Fortschreiten der Jahre immer mehr.

Meine Kunst, Stille und das Labyrinth sind mir dabei wertvolle Gehilfen.

Wenn ich diesen wunderbaren kleinen Film von Norbert Busè aus dem Jahre 2021 sehe, den ich zufällig im Internet gefunden habe, regt sich in mir zuallererst ein Widerstand, gegen den institutionalisierten Weg, gegen den Habit, gegen die Ordensdisziplin….

Aber wenn dieser erste Widerstand überwunden ist, dann beginnt auch bei mir ein aufmerksames Zuhören, dann bleiben die tiefen Worte bei mir hängen:

„Ein Mensch der nicht schweigen kann, kann auch nicht hören.
Er kann das Anliegen, das der Anderen hinter und zwischen seinen Worten hat,
nicht hören.“

Schwester Dominica lebt in den Bergen und versorgt sich selbst. Ihren Tag teilen die Gebetszeiten. © Jonas Wresch

Und wie von selbst kam mir ein anderer Film in den Sinn, den ich vor vielen, vielen Jahren in Spanien gesehen habe und der mich damals tief beeindruckt hat:

Die große Stille ist ein mehrfach preisgekrönter Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Philip Gröning aus dem Jahre 2005, der das Leben in dem Kartäuserkloster La Grande Chartreuse zeigt. Gemäß der Spiritualität des Ordens wird im gesamten Film kaum gesprochen,

Die Idee zu einem Film dieser Art kam dem Regisseur bereits im Jahr 1984. Allerdings hatte er zum damaligen Zeitpunkt keine Dreherlaubnis bekommen. Der Prior war der Ansicht, die Zeit sei noch nicht reif genug für einen solchen Film. Im Jahr 1999 kam dann die erwartete Dreherlaubnis und die Produktion fand im Frühjahr und im Sommer 2002 statt, innerhalb von 4 Monaten. Im Winter 2003 nutzte er nochmals drei Wochen. Er selbst lebte mit den Kartäusern im Kloster in einer Zelle. Weil er kein Team anwesend haben durfte, entschied sich Gröning für eine Kombination aus digitalen und analogen Aufnahmen.

Die stillsten Worte sind es, welche den Sturm bringen. Gedanken, die mit Taubenfüßen kommen, lenken die Welt.

Dieser Beitrag wurde unter arte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s