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Eigentlich wollte ich endlich meine Blogbeitrags-To-Do-Liste abarbeiten. da hat sich vieles angesammelt, angefangen bei meiner KUBUS-Bau-Erfahrung, über den Ausstellungsbesuch in Frankfurt, den Frauenkampftag, ………

Eigentlich sollte ich auch heute gar nicht am Computer sitzen können, sondern einen Bildwirkerei-Kurs an der VHS Tempelhof-Schöneberg geben.

ABER auch hier, wie wohl inzwischen überall, beherrscht COVID 19 unseren Alltag, unser Denken und unser Tun.

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Abgesehen davon, dass ich diesen Gesell unter rein ästhetisch-forschenden Aspekten durchaus attraktiv finde, denke auch ich, dass es unser aller Verantwortung ist, seine Verbreitung so weit wie möglich zu entschleunigen.

Gerne tu also auch ich das Meinige dazu, gerne übernehme ich, wie viele Tausende von Menschen, die nicht unbedingt zu der Risikogruppe gehören, aus einem solidarischen Bewußtsein heraus meinen Teil der kollektiven Verantwortung.

Gerne würde ich aber auch darüber nachdenken, wie sich diese Einforderung der kollektiven Solidarität derzeit gestaltet, bzw. wie gleich oder ungleich sie verteilt wird.

Wenn wir dem Aufruf verantwortungsvoll nachkommen, dann heißt das für viele eine Ungewissheit hinsichtlich ihres  Verdienstes. Viele werden nur einen Teil ihres Gehalts bekommen. Für diejenigen von uns, die wir freiberuflich arbeiten, uns also nicht in einem festen vertraglichen Arbeitsverhältnis befinden, heißt das: Kein Arbeitseinsatz, kein Geld.

Ich weiss, dass in meinem Fall die VHS berlinweit sich darum bemühen werden, eine für alle tragbare Lösung zu finden. Aber das ist nur die eine Seite.

Die andere bestünde für mich in einer Neuformulierung des Solidarbeitrags der Gesamtgesellschaft, z. Bsp. in dem Sinne, dass:

# Wie in Spanien bereits gefordert, eine Freistellung für Freiberufler von allen Beiträgen (für Krankenkasse, Rentenversicherung, etc.) in diesem Monat des Verdienstausfalls durchgesetzt wird;

# Ein Solidaraufruf auch an all diejenigen geht, die als Immobilienbesitzer zum Beispiel auf einen Teil der Miete verzichten könnten;

# Ein Solidaraufruf an die großen Lebensmittelketten gehen könnte, deren Kundschaft in dieser Zeit über geringere Einkommen verfügen wird;

# an die Banken und Kreditinstitute gehen könnte, die sich so gerne an uns bereichern, um einen Solidaritätsfond zu gründen, der die laufenden Kredite abdeckt, deren Zahlung  für viele gerade eine große Herausforderung darstellt.

# ein Solidaritätsaufruf die Pharmaindustrie gehen könnte, die sich -wenn auch wohl eher unfreiwillig- an der Coronakrise bereichert;

# an all diejenigen gehen könnte, die sich durch unsere in dieser Zeit sicherlich steigende Nutzung digitaler Medien eventuell bereichern…

# ……..

Ich wollte nur mal laut denken.

UND: Vielleicht ist das „allergefählichste“ des CORONAVirus gesamtgesellschaftlich gesehen (und dass mich niemand falsch versteht, es liegt mir fern, die Verluste an Menschenleben die er mit sich gebracht hat und leider wohl noch mit sich bringen wird, bis wir ihn unter Kontrolle bekommen nicht banalisieren) die ungesuchte aber fast aufgezwungene Entschleunigung unseres Alltags und die damit verbundene Verfügbarkeit von Zeit, die wir dazu nutzen könnten, über wesentliche Dinge nachzudenken, für die wir sonst so oft „keinen Kopf“ haben.

Aber auch Zeit ist ein zweischneidiges Schwert und will wohl genutzt werden.

Also lasst uns diese Zeit als ein Geschenk verstehen, nicht als einen Verlust. Lasst uns kreativ, konstruktiv, liebevoll sein, lasst uns achtsam sein und helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Und lasst uns dankbar sein all denen gegenüber, die in solchen Krisenzeiten besonders gefordert werden und ihr Bestes tun, um überall dort, wo der Coronavirus derzeit die Oberhand bekommen hat, gegen ihn zu kämpfen und seiner Herr zu werden.

 

 

 

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