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(es) Como tantas veces en los últimos tiempos voy a la zaga de los acontecimientos con mi particular diario virtual. Aún me quedan por seleccionar las fotos del intermezzo navideño en el Museo Kesselhaus Herzberge, del sábado pasado.

Pero en vista de la triste noticia que hoy sacude a la sociedad española y afecta especialmente a las mujeres, quiero al menos subir una foto, no del telar, sino del laberinto que se elaboró en el marco del proyecto 410-días hace tiempo en España. Lo extendí el sábado pasado anudando el hilo del pasado y de los recuerdos con el del futuro. Y lo hice con el ánimo lleno de optimismo. Si comparto esta foto hoy es porque en aquél entonces, cuando elaboramos entre muchas manos amigas esta instalación textil, escogimos una carta de color. Y cada vez que tuvimos conocimiento del asesinato de una mujer por violencia de género, tejimos el tramo que correspondía a ese día en color morado en recuerdo de la víctima y para hacer visible nuestra tristeza, nuestra rabia y sobre todo nuestra reivindicación de que nos queremos vivas, TODAS Y CADA UNA, y que no queremos que seamos ni una menos de las que somos.

(de) Wie so oft hinke ich mit meiner kleinen Berichterstattung den Ereignissen hinterher. Immer noch sind die Fotos vom Weihnachtsintermezzo am vergangenen Samstag  im Museum Kesselhaus Herzberge auszusuchen und zu bearbeiten.

Aber angesichts der traurigen Nachticht die heute die spanische Gesellschaft und vor allem die Frauen erschüttert hat, nämlich der Fund der Leiche einer 26-jährigen Lehrerin, die seit dem vergangenen Mittwoch vermisst wurde und, so vermutet die Polizei, nicht eines natürlichen Todes gestorben  sonder Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist, möchte ich wenigstens ein Foto mit euch teilen. Nicht vom Webstuhl, sondern von dem textilen Labyrinthfaden, den wir vor einigen Jahren in Spanien als Teil eines umfassenden Projektes mithilfe vieler helfenden Hände hergestellt haben. Ich hatte ihn am Samstag ausgelegt. So wie für meinen Webstuhl war es auch für dieses Projekt eine berliner Prämiere, und ich war froh, dass sich die Gelegenheit geboten hatte, die Fäden der Erinnerung mit den Fäden der Zukunft zu verknüpfen. Gerne wäre ich bei dieser für mich so positiven Auslegung geblieben. Doch wenn ich dieses Foto hier einstellen, dann deshalb, weil wir bei der Herstellung des Fadens einer Farbkarte gefolgt sind: Jedes Mal, wenn wir von einem Fall geschlechtsspezifischer Gewalt erfuhren, bei dem die Frau getötet worden war, wählten wir die Farbe Lila für den an diesem Tag zu strickenden Teil. Es sollte ein Zeichen unserer Trauer und unserer Wut sein, aber auch der daraus resultierenden Forderung, dass alles Menschenmögliche unternommen werden muss, damit sich solch eine Nachricht nie mehr wiederholen kann.  In disem Sinne bin ich heute in Gedanken bei allen, die trauern, bei allen, die wütend sind, und bei allen, Frauen und Männern, die dafür einstehen, dass dieser Mißstand so schnell wie möglich  und für immer behoben wird.

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