4 days madrid _ VII

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(de) Manchmal traue ich meiner Erinnerung nicht mehr. Eigentlich kommt es sogar immer häufiger vor, dass ich mir unsicher bin. Irgendwie scheint die Speicherkapazität an ihre Grenzen zu kommen. Bilder überlagern und vermischen sich, neue entstehen. Gesehen-Geglaubtes, Fast-Vergessenes und Wiedererkanntes purzeln munter durcheinander und lassen diese Ungewissheit entstehen, die mir nicht ganz unsympathisch, aber doch ein wenig irritierend ist.

(es) Hay veces, que no me fío de mis recuerdos. Para decir la verdad, ocurre cada vez más a menudo que me producen inseguridad. De alguna manera parece que la capacidad de almacenamiento está llegando a su límite. Imágenes se sobreponen, se confunden, nuevas emergen. Lo „Creí-haberlo-visto“, lo „casi-olvidado“ y lo „reconocido“ se disponen en un caos delante de mi jo interior como las piezas de un puzzle o las cartas de un memory (juego de parejas)  recién mezcladas. Y ahí aparece la incertidumbre que aunque no me disgusta del todo, sí reconozco que  consigue irritarme un poco.

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(de) Bei meiner Wanderung die Gran Via entlang sah ich dieses wunderbare Figuren-ensemble, das sich, von der Sonne angestrahlt, vor dem knallblauen Spätsommerhimmel abhob und eigentlich kaum zu übersehen war, SOFERN man hin und wieder mal nach oben schaute, was auf der Gran Vía leider nur Wenige zu tun pflegen, denn Schaufenster, Verkehr und Handys nehmen zu viel von der Aufmerksamkeit in Anspruch, die wir für unsere Umgebung aufbringen.

Zuerst war ich mir nicht sicher, dann aber wuchs die Überzeugung in mir, dass mir diese wunderbare Diana mit dem Pulk von Jagdhunden bestimmt aufgefallen wäre, wenn sie „schon immer“ da oben gestanden hätte. Ehrlich, so etwas hätte mir doch unmöglich entgehen können, oder? Und schon war sie da, die Ungewissheit. Ich habe meine madrider Freunde gefragt, aber bei niemandem hatte sie besondere Aufmerksamkeit erregt. Konnte es also doch sein, dass es sie wirklich schon seit Jahrzehnten  gab und ich sie einfach nie gesehen hatte?

(es) Paseando por la Gran Vía me encontré con este maravilloso conjunto de figuras, que se alzó ante un cielo increíblemente azúl, perfilado por los rayos del sol otoñal. La verdad es que era difícil NO velo, siempre y cuando uno levanta la vista hacia arriba y no se deja atrapar por los escaparates, el tráfico y el mundo virtual.

En un primer momento me entraron dudas, pero rápidamente creció la convicción dentro de mí que hubiera visto a esta Diana si hubiera estado ahí en „mis años madrileños“. Vamos, que algo así no se me hubiera escapado ¿o sí? Y ahí estaba, la inseguridad. Pregunté a mis amigos madrileños, pero a nadie le llamó especialmente la atención. La tenían integrada en su imaginario urbano. ¿Podía ser posible que llevara ahí decenas de años y solo yo sin verla?

 

(de) Mir liess die Ungewissheit keine Ruh und als ich wieder vor dem Computer sass, hab ich doch tatsächlich eingegeben: Diana, Gan Via, und……. bin fündig geworden.

In einem Artikel von „El País“ vom 19. Oktober 2017 wird von der Skulptur berichtet, und sie ist tatsächlich neu, zumindest für jemaden wie mich, der schon lange nicht mehr die Gran Via rauf oder runter gewandert ist. Wir hatten also alle irgendwie recht, meine Bekannten, die sich an ihren Anblick inzwischen schon gewöhnt haben mögen, und ich, für die sie eine Neuigkeit darstellte.

Übrigens ist sie das auch in anderm Sinn. Denn es ist die erste von einer Frau entworfene Skulptur. Natividad Sánchez Fernández (Jaén, 1960), ist die Künstlerin, und der mexikanische Investor Jorge Díaz Estrada der Auftraggeber. Sein neues Projekt, die Nummer 31 der Gran Vía, ein 1925 von dem Architekten José Miguel de la Quadra Salcedo erbautes Gebäude, beherbergt nun nicht nur dieses wunderbare  Ensemble aus einer von  tollenden Hunden umsprungenen Jägerin, sondern ein Hotel der Kette Hyatt, das dieses Jahr eröffnet wurde. Möge es geniessen wer auch immer es sich leisten kann, ich begnüge mich mit einem Blick  nach oben und werde versuchen, die neuentdeckte Künstlerin nicht wieder aus den Augen zu verlieren.

(es) Al final quería saberlo y busqué en Internet: Diana, Gran Vía……. y encontré la respuesta en un artículo de El País del 19 de octubre de 2017. Os dejo aquí el enlace, para que lo podáis leer, si es que os interesa. Resulta que los dos teníamos razón: para mí era nueva, mis amigos ya la habían integrado en su imaginario cotidiano.

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(de) Hier noch ein Link zum Blog der Kunstschule La Palma,  mit weiteren Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven

(es) Aquí el enlace al blog de la escuela de arte de La Palma, con más fotos, detalladas y tomadas desde distintas perspectivas.

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