Musterpieces _ I

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(de) Angefangen hat das Ganze mit den Vorbereitungen für die anscheinend nicht zustande kommen wollenden Kurse an der VHS (Webwütige oder-neugierige BerlinerInnen, wo seid ihr?). Ich wollte die zu Webrahmen umfunktionierten Tischböcke ausprobieren, bevor ich sie den TeilnehmerInnen zumute, um mir sicher zu sein, dass es das Lernen nicht unnötigerweise erschwert. Und ich wollte eine kleine Auswahl an Anschauungsmaterial zusammenstellen, um die unterschiedlichen Techniken und Effekte leichter erklären und nachvollziehbar machen zu können.

(es) Todo comenzó con los preparativos del curso de tejer en la universidad popular, que por alguna razón parece que no quiere tener lugar (Berlineses y berlinesas ansiosas y/o curiosas de tejer, donde estáis?). Quería probar los caballetes que había preparado como bastidores antes de llevarlos al curso para asegurarme que no dificultan el aprendizaje innecesariamente. Y quería reunir una pequeña selección de muestras para hacer más comprensible las diferentes técnicas y efectos que se pueden emplear en la elaboración de un tapiz.

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(de) Einige Erfahrungwerte habe ich inzwischen gesammelt:

# Auch wenn die Spannung der Kette an den Rahmen nicht nachgestellt werden kann, reicht eine gut gespannte (!!)  Kette für die Größe des Arbeitsfeldes und die durchschnittliche Webdauer aus.

# Selbst wenn die Anzahl der Nägel pro cm nicht hoch genug ist (ich habe 5 Nägel auf 2 cm), kann man dieses Defizit gut ausgleichen, indem man die notwendige Anzahl von Nägeln (z. Bsp. jeden dritten) in regelmäßigen Abständen doppelt bespannt, um eine höhere Dichte der Kettfäden / cm, bzw. eine feinere Kette zu benutzen. Bei den Musterpieces sind es jetzt 6 Fäden pro cm, nicht besonders fein, aber fein genug, um verhältnismäßig kleine Details einzuarbeiten, wenn einem der Sinn danach steht.

# Auch wenn Raum für mehr da ist, für mich hört die Bequemlichkeit des Webens  auf einer Breite von 40 cm und einer maximalen Höhe von 40 cm auf, daher sind die Musterpieces auch 40 x 40 cm groß. Selbst da muss man schon vorher Lösungen suchen (z. Bspl. auf einen niedrigeren Tisch wecheln oder einen höheren Stuhl benutzen) wenn das Gewebte über 30 cm hinaus wächst, um nicht den Nacken und die Schultermuskulatur so sehr zu verspannen, dass ein gutes Weben nicht mehr geht. Und es gibt immer weniger Raum freier Kette, um die Gobelinpinnen gut durch das Fach zu frühen, ohne das Gewebte und die Wolle zu sehr zu strapazieren.

ABER; auf 40 x 40 cm lassen sich viele Dinge ausprobieren und mitteilen.

(es) Algunas experiencias he podido acumular en estos días:

# Aunque no se puede regular la tensión en el caballete-bastidor a posterior, es suficiente que se haga bien y a conciencia al preparar la urdimbre. Para el tamaño y el tiempo que ofrece el marco aguanta bien sin ofrecer problemas.

# Incluso si el número de clavos por centímetro es poco (en los bastidores mios son 5 clavos por cada 2 cm) puede aumentarse el número de hilos por centímetro y con ello la posibilidad de emplear una urdimbre más fina que permite trabajar más detalles, envolviendo un determinado número de clavos en intervalos regulares dos veces en lugar de una sola vez. En los „Musterpieces“ son 6 hilos/cm, no es una urdimbre extremadamente fina, pero lo suficiente para probar unas cuantas técnicas y materiales.

# Aunque se pudiera „exprimir“ el tamaño del caballete-bastidor, para mi termina la comodidad con 40 cm de ancho y 40 cm de alto (por algo es este el tamaño de los Musterpieces). Aun así hay que buscar soluciones cuando el tejido crece por encima de los 30 cm, por ejemplo bajar de superficie de apoyo para el caballete o subir el asiento, o ambas cosas, para poder tejer sin tensar demasiado la nuca y la musculatura de los hombros. Y el poco espacio libre de urdimbre dificulta cada vez más el paso de la canilla entre los hilos de la urdimbre, lo que desgasta el hilo de la trama y puede perjudicar el tejido. Si lo importante  a la hora de tejer es que nada se haga forzando, hay que tener en cuenta esta limitación de las dimensiones. Pero bueno, en 40 x 40 cm se pueden hacer muchas cosas.

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(de) An die großen Gewirke gewöhnt, die ich in den letzten Jahren vom Webstuhl genommen habe, mit ihrem Gewicht und ihrer Festigkeit, kommt es mir seltsam vor, solch kleine irgendwie verletzlich wirkende Teppiche in den Händen zu halten. Ich habe dieses erste Musterpiece auf einen Holzrahmen gespannt.  Mir liegt daran ihm einen gewissen Abstand von der Wand zu geben, auch wenn dieser noch so klein sein mag, und ihm etwas mehr Körper zu geben. Aber ich wollte ihn  nicht „füttern“, also mit Stoff hinterlegen, um die Rückseite sichtbar zu lassen.

(es) Acostumbrada a los grandes tapices de los últimos años, con su peso y su rigidez, me resulta extraño tener entre mano tejidos tan pequeños que además de alguna manera me resultan tan delicadas por sus reducidas dimensiones. He montado  este Musterpiece sobre un pequeño marco hecho de listones de madera. Me resultó importante separarlo de la pared, poder tensarlo y darle más cuerpo y hacer todo ello sin cubrir la parte trasera, que quiero dejar visible.

MUSTERPIECES _ Es hat so viel Spaß gemacht, daß es bestimmt nicht bei dem einen bleiben wird. Zumindest nicht, so lange ich keinen Ort für den großen Webstuhl geunden habe.

MUSTERPIECES _ Me ha encantado, tanto que no creo que haya sido el primero y último. Al menos mientras no aparezca un lugar donde montar el telar grande.

 

Ein Dokumentarfilm von Anne Linsel. Deutschland 2006. 43′ 27“  / Kamera: Gottfried Betz, Klaus Sturm / Ton: Synke Schlueter, Tobias Linsel, Christian Kraemer / Schnitt: Volker Gehrke  / Produktion: Gerd Haag, Thomas Schmitt . Eine TAG/TRAUM-Produktion

Webt, webt, sonst sind wir verloren. Heute habe ich an Pina gedacht. Für mich wird sie immer ein Vorbild sein. Und mit ewas Heimweh an meine Zeit in Wuppertal.

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„übenderweise“, Musterpiece I, 2018
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