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[de] Ein ganz normaler Sonntagsausflug in Berlin ist immer etwas Besonderes.
Für mich fängt er (noch) mit einem Blick auf den Stadtplan an. Dann mit einem weiteren auf die Räder des Fahrrades. Alles klar, dann los.
[es] Una excursión dominguera normal y corriente por Berlín siempre tiene algo de especial. Para mi comienza (aún) con una mirada al mapa de Berlin. Luego a las ruedas de la bici. Todo bien, así que adelante.

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Parada/Stopp I: Invalidenfriedhof

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Siempre me han gustado los cementerios, y Berlin no tiene pocos. El Invalidenfriedhof es uno de los más antiguos y su visita hace palpable lo truculenta que ha sido el pasado de Alemania y de Berlin.  Un buen lugar para una clase de historia  / Friedhöfe haben mir immer schon gefallen, und Berlin hat nicht gerade wenige. Der Invalidenfriedhof ist einer der ältesten Friedhöfe Berlins und macht dem Besucher das Auf und Ab der deutschen und vor allem der berliner Vergangenheit sehr gut nachvollziehbar. Ein guter Rahmen für eine Geschichtsstunde.

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Y de vez en cuando una se encuentra con una laṕida que llama la atención y despierta la curiosidad. Und manchmal stolpert man über den ein oder anderen Grabstein, der die Aufmerksamkeit im besonderen Masse auf sich zieht und die Neugier weckt.

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Marga Wolff von Etzdorf, ich musste auch erst Wiki fragen wer diese Frau war, die so jung gestorben ist und deren Überreste unter einem Grabstein mit solch seltsamer Inschrift liegen. / Yo también he consultado a Wiki para saber quien era esta mujer que murió tan joven y cuyos huesos descansan debajo de una laṕida con tan curiosa inscripción.

„Ist es Zufall, dass an diesem Ort, dem Invalidenfriedhof, wo all die Militärs liegen, die letzten Kämpfe stattfanden? Dass er zerstört, später durch die Mauer getrennt wurde? Alles hat sich hier versammelt, die Schlachtenlenker, die Helden der Lüfte, die Widerstandskämpfer, Reaktionäre und Reformer, Demokraten und Nazis. […] Ein Heldenfriedhof, hieß das früher. Viele, die hier liegen, wurden getötet, und wenn Sie mir das etwas naheliegende Sprachspiel nachsehen, einige haben sich selbst getötet. Ein Ort der Gewalt. Und an diesem Ort liegt sie, die Frau, die Fliegerin, ein wenig einsam unter all den Männern, nicht wahr.“

Uwe Timm, Halbschatten
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Parada II / Stopp II:
Gran parte del trazado que seguía el Muro de Berlín se puede recorrer hoy, bien andando o en bici. Está señalizado con adoquines en el suelo, a través de paneles explicativos, intervenciones arquitectónicas y/o artísticas. Aún así, y a pesar del recuerdo omnipresente, hay momentos en los que uno casi está a punto de olvidarlo, cuando al doblar la esquina……
Einen Grossteil des ehemaligen Verlaufs der Beriner Mauer kann man heute gehend oder fahrend nachvollziehen. Er ist gekennzeichnet durch Kopfsteinpflaster, durch erklärende Hinweisschilder, durch architektonisch hervorgehobene Gedenkstätten oder künstlerische Eingriffe. Und doch, trotz der allgegenwärtigen Erinnerung kann es einem passieren, dass man sie vergisst, und dann um die nächste Ecke biegt, und..
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Parada / Stopp III
Die Panke ist einer der vielen Kanäle, die Berlin durchziehen und denen diese Stadt einen nicht unbedeutenden Teil ihres Reizes zu verdanken hat. Meist bieten sie auch herrliche Rad- und Wanderstrecken.
La Panke es uno de los muchos canales que cruzan Berlin y uno de los motivos por los que esta cuidad resulta tan atractiva. En la mayoría de los casos ofrecen además interesantes rutas para ir en bici o andando.

Naja, und wenn man dann ein Weile an der  Panke entlang radelt, ……
Y si se sigue el recorrido del Panke un tramo,…..

estación de limpieza automática / vollautomatische Säuberung des Kanals
natürlich gibt es auch am Kanal Gaffitti / no va a ser el canal el lugar en Berlin, donde no se encuentren grafitti.

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Parada / Stopp IV

Nicht immer, aber oft, gibt es einen Vorwand um eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Kolonie Wedding war das eigentliche Ziel unseres Ausflugs. Ich war neugierig auf dieses Projekt, und da gerade jetzt zu Monatsende ein Vernissagefreitag mit sonntäglicher Führung auf dem Programm stand, haben wir die Gelegenheit genutzt, uns dort umzuschauen und unserem Führer Löcher in den Bauch zu fragen.

Auf der Homepage des Vereins findet sich folgender Text:

Die Kolonie Wedding ist ein Zusammenschluss und Netzwerk von nicht-kommerziellen Kunstprojekträumen im Soldiner Kiez in Berlin-Wedding. Am letzten Freitag im Monat laden die KuratorInnen und KünsterInnen gemeinsam zu Ausstellungseröffnungen in ihre Projekträume und Ateliers ein. Am selbigen Abend und am darauf folgenden Sonntag Nachmittag finden Rundgangführungen statt, bei denen jeder beteiligte Raum seine Ausstellung präsentiert und Künstlergespräche ermöglicht. Gezeigt wird ein breites und internationales Spektrum an aktueller Kunst. Die visuelle Kunst wird um Musik und Lyrik, Club- und Barprogramm bereichert.

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No siempre, pero a veces hay un motivo por el que se escoge una dirección determinada para la excursión. Esta vez, el destino era Kolonie Wedding, una asociación de 30 espacios dedicados a la producción artística. El ultimo viernes de cada mes los gestores de los diferentes espacios invitan conjuntamente a la inauguración de los contenidos que acogerán durante las próximas semanas. El domino se ofrece una visita guiada por algunos de estos espacios y nosotros, que el viernes no pudimos, aprovechamos esta oportunidad ara echar un vistazo y preguntarle a nuestro guía todo aquello que más allá de la información contenida en la página web de la Kolonie  despertó nuestra curiosidad.

Die vier Räume, die wir besucht haben waren/ Los cuatro espacios que visitamos eran:

art.endart  Hackepeterjesus (Fleischeslust und Irrgaube) Performance

TOOLBOX mit Werken von / con obra de:  Niina Räty

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Prima Center Berlin: Tender Talk, mit Werken von, con obra de: Gisela Hausmann-Gizinski, Archi Galentz, Pjotr Filin

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Atelier Soldina mit Arbeiten von / con obra de: B. Laurer, A. Ter-Arakelyan, J. Eisenacher, F. Krasnikov, A. Matveeva

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Parada / Stopp V

Nach so viel Futter für Geist und Seele fordert auch der Magen irgendwann sein Recht.

Después de tanto alimento para el alma y la mente es lógico que el estomago reivindica sus derechos.

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Parada/ Stopp VI

Puedo imaginarme que a veces se produce cierta saturación respecto de lugares historicos. En Berlin es inevitable. Pero también es cierto que hay lugares más acertados, desde mi punto de vista, que otros, respecto de cómo presentar los acontecimientos históricos y transmitir su relevancia política y social. Los hay más o menos sútiles, más o menos turísticos, más o menos impactantes. Uno de los lugares que no conocí aún y creo que cumple bien su función es la „Gedenkstätte Berlines Mauer„.

Es uno de los lugares centrales para recordar la división de Alemania, y es ubica en el centro de Berlin, en la Bernauer Strasse, donde se empezó a construir el muro en el 1961 y donde también se emezó a derribar. Con intervenciones artísticas y arquitectónicas, con la ayuda de paneles con textos y fotogrfías, se ha creado en una extensión de 1,4 km de largo un recorrido que transmite impresiones de la construcción del muro, de la posterior amplición o extensión en los años 80, y de su derribo.

Ich kann mir schon gut vorstellen, dass irgendwann der Moment kommt, wo sich eine gewisse Übersättigung einstellt, was das Gedenken der vergangenen Geschichte betrifft. In Berlin ist es unausweichlich; beides, dauernd auf solche Stätten zu stossen und sich der Übersättigung bewusst zu sein und die entsprechenden Abwehrmechanismen zu entwickeln. Es gibt aber auch Orte und Orte, manche sind sehr touristisch, manche eher still und leise, manche laut oder schon fast aufdringlich. Die Gedenkstätte an der Bernauer Strasse, die ich noch nicht kannte, finde ich ein gelungenes Beispiel für die Vermittlung  dessen, was es bedeutet hat in einer geteilen Stadt zu leben.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung, gelegen im Zentrum der Hauptstadt. Am historischen Ort in der Bernauer Straße erstreckt sie sich auf 1,4 km Länge über den ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist und einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre vermittelt. Anhand der weiteren Reste und Spuren der Grenzsperren sowie der dramatischen Ereignisse an diesem Ort wird exemplarisch die Geschichte der Teilung nachvollziehbar.

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Parada/  Stopp VII

Schon fast auf dem Nachhauseweg kommen wir noch an dem  Alten Jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße vorbei. Er ist nach dem „Judenkiewer Spandau“ der älteste sicher belegte Begräbnisplatz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Im Bereich des heutigen Eingangs befand sich seit 1844 ein Altersheim der Gemeinde. In der ältesten jüdischen Ruhestätte in Berlin ist unter anderem der Philosoph und Wegbereiter der jüdischen Aufklärung Moses Mendelssohn (1729-1786) beigesetzt. 1672 war der Friedhof errichtet und im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Die Fläche wurde von dem nationalsozialistischen Regime anschließend als Sammelplatz für Deportationen genutzt. Ende 2008 wurde der Friedhof feierlich wieder eröffnet. Schätzungen zufolge sind dort insgesamt rund 12000 jüdische Bürger bestattet.

De camino a casa pasamos por el Viejo Cementerio Judio en Grosse Hamburger Strasse. Se abrió en 1672 y se destruyó en la Segunda Guerra Mundial. Desde 1844 se ubicó en la entrada una residencia de ancianos de la comunidad judía que posteriormente fue utilizada por los nazi como punto de reunión para los judios que fueron deportados y asesinados en los campos de exterminio de Auschwitz y Theresienstadt.

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En Berlin, todos los caminos conducen a Neukölln. Lo dicho: „Una excursión dominguera normal y corriente por Berlín siempre tiene algo de especial.“

In Berlin führen alle Wege nach Neukölln. Wie gesagt: „Ein ganz normaler Sonntags-ausflug in Berlin ist immer etwas Besonderes.“

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2 Antworten zu berlin _ 028

  1. susanne könig schreibt:

    sehr spannend, an deiner Entdeckung Berlins teilzuhaben… Danke, Andrea! Für mich ist Berlin die interessanteste deutsche Grossstadt. Habe mehrmals einwöchige Aufenthalte genossen, in denen ich alles möglich wie ein Schwamm aufgesaugt habe und dann ein Jahr lang davon zehren konnte. Ob ich dort allerdings leben wollte, kann ich nicht sagen…

    • amilde schreibt:

      Hallo liebe Susanne, tja ich werd sehen, wie sich mein Empfinden im Laufe der kommenden Monate entwickelt. Im Moment habe ich so etwas wie Nachholbedarf, nach Deutschem, nach Grossstädtischem, nach ein bisschen Heimat……. aber das kann sich schnell ändern. Der Vorteil ist, dass Berlin nie meine Heimatstadt war, ich also immer noch viel Neuland zu entdecken habe. Und abgesehen davon, hab ich augenblicklih auch keine andere Wahl, also geht es darum, das Beste draus zu machen. 🙂

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