aubusson_mirando al futuro

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[de] Am 10.Juli 2016 wurde die Cité Internationale de la Tapisserie eröffnet. Dieses der Kunst und dem Handwerk der Bildwirkerei gewidmete Museum befindet sich heute da, wo ehemals, will sagen „zu meiner Zeit“ noch die École Nationale d’Art Décoratif (ENAD) d’Aubusson stand. Dort habe ich vor 30 Jahren die Bildwirkerei erlernt und dort war ich in den ersten Monaten meines Aufenthalts auch in dem angeschlossenen Wohnheim untergebracht, bis ich mit einer Freundin ein kleines Häuschen in einem in der Umgebung gelegenen Dorf bezog.

[es] El 10 de julio de 2016 se inauguró la Cité Internationale de la Tapisserie, un museo dedicado al arte y al oficio de tejer tapices, en el mismo lugar en el que „en su día“ se encontró la École Nationale d’Art Décoratif (ENAD) d’Aubusson. Ahí aprendí a tejer hace algo más de 30 años, y en la residencia anexa viví los primeros meses, hasta que me busqué con un amiga una casita en una aldea cercana.

Fotos extraídos de la página oficial de la Cité // Fotos der offiziellen Website der Cité entnommen

[de] Nach meinen 10 Jahren im Norden Spaniens ist mir die Landflucht zu einem vertrauten Phänomen geworden, dessen Spuren mir manchmal fast allzu klar in die Augen stechen.  Auch in Frankreich scheint dieses Problem nicht unbekannt zu sein. Ein Diagramm, das ich im Internet gefunden habe, zeigt an, dass auch Aubusson in den letzten Jahren in beachtlichem Umfang Einwohner verloren hat und die leerstehenden Häuser und Geschäftslokale sind mehr als beredte Zeugen. Ich weiss nicht, wie diesem Problem in Frankreich begegnet wird, inwieweit die Massnahmen Erfolge zeigen oder die Bewohner der betroffenen Regionen noch oder wieder optimistisch in die Zukunft schauen, oder eben nicht. Aus meiner Sicht und nach meinen eigenen in Spanien gemachten Erfahrungen fällt es mir schwer, noch daran zu glauben, dass es für dieses Problem eine sinnvolle Lösung innerhalb einer sinnvollen Zeitspanne geben kann.

Ich kann mir vorstellen, dass die Einrichtung der Cité Internationale de la Tapisserie, neben dem Schutz des Kunsthandwerks, auch die Absicht verfolgt, Aubusson einen kleinen Push zu geben und es für den Fremdenverkehr interessant zu machen.

[es] Después de 10 años en el norte de España, el éxodo rural se ha convertido en un fenómeno familiar para mi y sus huellas me saltan a la vista sin quererlo. Francia también debe haber hecho sus experiencias con este problema. Un diagrama que encontré en Internet muestra con claridad la pérdida de población que Aubusson ha sufrido durante los últimos años, y las casas y los locales vacíos son testigos elocuentes. No sé cuales son las medidas con las que en Francia se intenta contrarrestar esta tendencia, y si los habitantes de las regiones afectadas aún consiguen mirar con optimismo hacía el futuro, o no. Desde mi punto de vista y tomando como punto de partida las experiencias acumuladas en España me resulta difícil creer que este problema puede encontrar una solución sensata en un intervalo de tiempo sensato.

Me puedo imagina que la creación de la Cité Internationale de la Tapisserie, aparte de fomentar el arte y oficio de tejer tapices, también persigue el objetivo de darle un empujón a Aubusson y servir de atractivo turístico.

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[de] Die ganze Stadt unterstützt und stützt sich auf die Cité, und steht sozusagen unter ihrem Zeichen. Auch das kommt mir bekannt vor. Aber es ist auch nachvollziehbar, schiesslich ist das in der Vergangenheit nicht anders gewesen, als Aubusson noch ein blühendes Zentrum textiler Produktion war und sicherlich hin und wieder den Besuch eines seiner wohlhabenden Kunden bekam, der den Fortschritt der von ihm in Auftrag gegebenen Tapisserie mit eigenen Augen überprüfen wollten.

[es] Toda la ciudad apoya y se apoya en la Cité y hasta puede decirse que ha quedado bajo su signo. Eso también me suena. Pero también resulta comprensible, al fin y al cabo no se debe diferenciar mucho del pasado, cuando alguno de los clientes pudientes y supongo que influyentes visitaba la villa para convencerse con sus propios ojos del avance del tapiz que había encargado.

[de] Als ich 1984/85 meine Ausbildung in Aubuson machte, gab es in der Stadt nicht nur die Schule, an der zukünftige Weber/innen ausgebildet wurden, sondern auch noch mehrere Betriebe und Ateliers in denen entworfen, gefärbt und gewebt wurde.

Bei meinem jetzigen Besuch musste ich leider feststellen, dass weder die UNESO-Erklärung aus dem Jahre 2009, noch die Einrichtung der Cité einem, selbst dann, wenn man mit Herz und Seele bei der Sache ist, das Gefühl nehmen können, dass etwas unwiederbringlich verloren geht, so sehr man auch daran festhalten möchte. Kunsthandwerkliches Schaffen ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden und angesichts des Stellenwerts, den unsere jetzige Gesellschaft dieser Ressource beimisst, ist es unter normalen Bedingungen nicht rentabel. Wen wundert es da, wenn Firmen schliessen und Bildungsstätten der Nachwuchs ausgeht. Ich bin hier zwar eine langfristige Opimistin und denke, dass wir irgendwann wieder lernen werden, all den Dingen, die wir aus einer menschlichen und nicht aus einer technischen Dimension heraus erschaffen, eine über die wirtschaftiche Tragbarkeit hinaus gehende Bedeutung  und ihren lebensphilosophischen Gehalt anzuerkennen. Das bedeutet aber auch, dass denjenigen, die wir uns derzeit, sagen wir einmal in der Dürreperiode, diesen Disziplinen widmen, „nichts weiter“ bleibt, als uns als Brückenglieder zu verstehen, die dafür Sorge tragen, dass der Faden nicht reisst, bis sich die Zeiten ändern und wir uns als Gesellschaft wieder den Freiraum geben, Zeit unter anderen Kriterien zu verwenden und zu verteilen. Einmal mehr sei es gesagt: Ich verstehe das Bedingungslose Grundeinkommen als einen sinnvollen Schritt in diese Richtung.

[es] Cuando recibí mi formación en el 1984/85, Aubusson no solo contó con la escuela sino también con numerosos centros más o menos grandes de producción textil, en los que se diseñaba, se teñía y se tejía.

Durante esta visita he tenido que comprobar que ni la declaración de la UNESCO en el año 2009, ni la creación de la Cité son capaces de reprimir la sensación, incluso en alguien como yo, que lo vivo con plena dedicación, de que se va perdiendo algo de forma irreparable; algo que me gustaría preservar. La creación artesanal, que implica una gran inversión de tiempo, no puede resultar rentable en condiciones normales en una sociedad como la nuestra, que tanta importancia otorga a este recurso. No debe sorprender a nadie que empresas de producción textil artesanal tengan que cerrar y que centros de formación acusen la falta de relevo. Aún considerándome optimista a largo plazo, en parte por convicción, en parte por necesidad; aún creyéndo que la sociedad volverá a aprender a otorgar a todas aquellas cosas que creamos desde la dimensión humana y no desde la técnica, una importancia más allá de la rentabilidad, y que volvamos a recuperar la sensibilidad para poder reconocer la componente filosófica que entraña, creo que a los que actualmente nos dedicamos a estas disciplinas, no nos queda otra que entendernos como eslabones en una larga cadena,  que velan por no dejar que el hilo se rompa, hasta que los tiempos cambien y la sociedad se conceda el márgen de libertad para utilizar y repartir el tiempo bajo otros criterios. Una vez más sea dicho: Entiendo la Renta Básica Incondicional como un paso sensato en esta dirección.

[de] Ich hatte bei dem eintägigen Besuch (und das auch noch an einem Samstag kurz vor Ostern) leider keine Gelegenheit genauer nachzufragen und zu suchen. Soweit wie ich erfahren konnte, gibt es noch ein funktionierendes Atelier in Aubusson und eine Färberei.

[es] La brevedad de mi visita (un sábado y además justo antes de Semana Santa) no me permitió investigar más allá de lo que he podido ver y preguntar, para saber si hay otros lugares en funcionamiento. Por lo que me comentó la gente de Aubussón, sigue habiendo un taller de tejeduría y un taller de tinte artesanal en laciudad.

[de] Aber nun zu dem eigentlichen Anliegen meines Besuchs: la Cité Internationale de la Tapisserie. Seit der ersten Nachricht über das Projekt, und mehr noch seit der Eröffnung hatte ich Lust auf diesen Besuch, wie wohl jeder Weber und jede Weberin von Bidwirkereien. Jetzt war es endlich soweit. Ich habe in der oberen Etage zig Fotos gemacht und mich unten zuerst zurückgehalten, weil ich davon ausging, dass es von den Teppichen im Museumsshop bestimmt Postkarten zu kaufen gibt. Als ich merkte, dass dem nicht so war, oder zumindest nicht in dem Ausmass, das ich erwartet hatte, hab ich noch eine zweite Fotorunde gedreht, allerdings mit wenig Zeit. Auch gab es keine Veröffentlichung in einer anderen als der französischen Sprache, dies sei schon einmal dazu gesagt. Was man findet ist ein Buch über die Entstehungsgeschichte der Cité, mit meiner Meinung nach nicht besoners gutem Bildmaterial, und nur einigen Abschnitten in Englisch. Und es gibt für die NEF DES TENTURES einen kleinen Führer in englischer Sprache zu kaufen, der Basisinformation zu den in der grossen Halle ausgestellten Textilien enthält. Die Website der Cité ist übrigens auf Französisch und auf Englisch verfügbar.

Ich hänge euch unten einige Alben mit den Fotos an, die ich bei meinem Besuch geschossen habe. Sie sind nicht gerade von besonders hervorragender Qualität, so ohne Blitzlicht und ohne Stativ. Aber mehr gaben mein Fotoapparat und meine Kenntnisse von der Fotografie nicht her. Und ich denke sie vermitteln trotz allem eine Vorstellung von dem, was man bei einem Besuch der Cité, den ich natürlich allen nur wärmstens empfehlen kann, zu sehen bekommt.

[es] Pero ahora a lo que era el motivo de mi visita: la Cité Internationale de la Tapisserie. Desde que me enteré del proyecto, y más aún desde que se inauguró el año pasado, tenía ganas de visitarlo, como creo que cualquir tejedor/a de tapices narrativos. Y ahora había llegado el momento. Hice no sé cuantas fotos en la planta primera y me aguanté al principio en la NEF de Tentures, en la plant de abajo, ente otras cosas, porque salí del supuesto de que iba a encontrar postales de las piezas textiles expuestas en la tienda del museo. Cuando me dí cuenta que no era así, o al menos no en la medida en la que lo había esperado, volví a hacer unas cuantas fotos más. También sea dicho que no hay ninguna publicación acerca de la génesis del museo en un idioma que no sea el francés. Solo algunos pocos párrafos traducidos al inglés contiene el que parece ser el libro oficial de la Cité, el cual, bajo mi punto de vista, contiene un material fotográfico con una calidad media. Luego se puede adquirir una guia de mano en inglés para la NEF DES TENTURES, en la panta de abajo, con la información básica sobre las piezas expuestas. La página web de la Cité está disponible en inglés y en francés.

Os dejo abajo los distintos albumes de fotos captados en la visita. No son una maravilla, sin trípode y sin flash, mi cámara y mis conocimientos no dieron para más. Pero creo que recogen el ambiente y transmiten una idea de lo que puede ser una visita de la Cité, la cual, por el otro lado, y no hace falta decirlo, me parece altamente recomendable.

Erste Etage: Zeitgenössische Tapisserien // Primera Planta: Obras contemporáneas

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Primera planta: Recorrido didáctico // Erste Etage: Ein Lehrpfad durch die Welt der Bildwirkerei

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Neben den Ausstellungsstücken gibt es auch einige sehr gute Videos, welche die verschiedenen Schritte der Tapisserieherstellung erklären, teils auch mit wunderbarem historischen Bildmaterial. // Aparte de las piezas en exposición también hay unos cuantos videos explicativos del proceso de creación y elboración de tapices narrativos, en arte con maravilloso material fotográfico histórico.

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Incluso he podido matar al gusanillo // Ich hab sogar den kleinen Hunger dort stillen können:

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Planta baja: foyer y sala de conferencia / Erdgeschoss: Foyer und Konferenzsaal

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Planta baja/ Erdgeschoss: NEF DES TENTURES

I. Ein Gang durch die Geschichte der Bildweberei /einige Gesamtansichten
I. Un recorrido por la historia del arte de tejer tapices/ algunas tomas panorámicas

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II. Ein Gang durch die Geschichte der Bildweberei /einige Einzelansichten
II. Un recorrido por la historia del arte de tejer tapices/ algunas piezas ejemplares

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II. Ein Gang durch die Geschichte der Bildweberei /einige Details zum noch genaueren Hinsehen
II. Un recorrido por la historia del arte de tejer tapices/ algunos detalles para mirar con atención

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Nochmal der Link auf die Website der Cité Internationale de la Tapisserie, für all diejenigen, die noch ein wenig weiter lesen möchten: hier.

Repito el enlace a la página de la Cité Internationale de la Tapisserie, para todos aquellos que quieren seguir leyendo: aquí.

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