bálsamo // Balsam

Grises, nubes grises cubren el cielo, como gruesos edredones de plumas, algunos en capas superpuestas, otras desordenadas como después de una noche de pesadillas, zarandeadas, desplumadas donde el viento sacudió con fuerza, o mullido y algodonoso. Promete lluvia y no defrauda. A mediodía,  un estruendo desde la nada  y de repente caen las primeras gotas. Se hacen más gordas, empiezan a bailar. El granizo tamborilea contra el tubo de la caldera, cada vez más fuerte. De reojo miro el techo, pero el tejado aún resiste. Apago el ordenador. Cosa de la infancia, recuerdo que mis padres siempre me mandaron apagar todo cuando había tormenta.

Grau, graue Wolken bedecken den Himmel, wie dicke Federbetten, einige  ordentlich übereinander gestapelt, andere in einem wilden Durcheinander wie nach einer albtraumreichen Nacht, zerrupft, zerpflückt da, wo der Wind sie durchgeschüttelt hat, an anderen Stellen bauschig und wattig. Das Versprechen nach Regen wird schnell erfüllt. Gegen Mittag ein heftiger Knall und wie aus dem Nichts fallen die ersten Tropfen, werden dicker, tanzen auf dem Asphalt. Der Hagel trommelt gegen das Metallabzugsrohr des Warmwasserheizers. Aus dem Augenwinkel schau ich mir hin und wieder die Decke an, aber das Dach hält dicht, glücklicherweise. Ich mach den PC aus. Eine Gewohnheit aus Kindertagen. Ich erinnere mich daran, wie meine Eltern mich bei Gewitter immer alles ausschalten liessen.

Hin und wieder zerplatzt ein dicker Tropfen auf dem Fensterrahmen und spritzt mir ins Gesicht. Aus dem erdbraunen Sofa, diesem Sofa, dessen rechter Winkel mir schon so oft zur Falle geworden ist, wenn ich mich nachts nur einen kurzen Moment  hinlegen wollte, nach Rückendeckung suchend, gerade da, wo es schmerzt wenn im Innern alles zu zerreissen scheint, aus diesem erdbraunen Sofa heraus lausche ich dem Geprassel und rieche den Regen und frage mich, ob ich nicht einfach alles laufen lassen soll…. irgendwo ist ein Leck, ein Energieleck, und vielleicht wäre es sinnvoll, das Becken trocken zu legen und den Riss zu kitten, soweit er noch zu kitten ist.

De vez en cuando expolta una gota gorda justo en el marco de la ventana y me salpica la cara. desde el sofa de color terracotta, aquél sofa cuyo ángulo recto  más de una vez se ha convertido en trampa para mí, cuando me tumbaba de madrugada, sólo un minuto, para encontrar respaldo, justo ahí donde duele cuando dentro parece estar todo a punto de reventar; desde este sofá de color terracotta, pués, escucho el traqueteo, huelo la lluvia y me pregunto si no sería mejor, dejar las cosas sigan su cauce… en algún sitio hay una fuga, una fuga de energía, y quizá sería sensato vaciar y secar e intentar tapar la grieta, si es que se puede tapar.

Se agradece el calor de la mantita de lana de alpaca, herencia de mi madre  y de un color un poco menos rojizo que el sofa. El bajón de tensión produce un estado casi agradable de vértigo, casi de resaca. Me doy cuenta que ya no llueve y que es tiempo para sacar al perro. Una babosa negra, grande, repta por el suelo del porche. Me acuerdo de Vilma, que hacía fotos de las babosas porque nunca había visto unas tan grandes. Al salir por la puerta del jardín me doy cuenta que en la ruina de nido del año pasado se han refugiado cuatro golondrinas, tres mas una cruzada. Las pequeñas lagrimas rojas cubren el suelo. La lluvia o el viento, aire o agua, las han arrancado del arbusto. Hoy no hace falta llevar la correa. A ningún gato se le ocurre con este tiempo de perros salir a la calle.

Wärme der Alpakadecke, ein Erbstück von meiner Mutter, etwas weniger rotbraun als das Sofa. Der niedrige Blutdruck macht mich fast angenehm schwindelig. Irgendwann merke ich, dass es aufgehört hat zu regnen. Zeit, um mit dem Hund raus zu gehen. Eine riesige Nacktschnecke kreuzt den Boden im Garten. Ich erinnere mich an Vilma die Fotos von den Schnecken machte, weil sie nie zuvor so grosse gesehen hatte. Beim Schliessen der Gartentür seh ich vier Schwalben die  in der Nestruine vom vorjahr einen Unterschlupf gefunden haben. Rote Tränen bedecken die Strasse, der Wind oder der Regen haben sie Blüten vom Strauch gerissen. Heut brauch ich die Kette nicht. Keiner Katze käme es bei so einem Hundswetter in den Sinn, sich auf der Strasse rumzutreiben.

Der Boden  ist  weich, federt nach bei jedem Schritt. Hunderte von Schneckenhäuser am Wegrand. Noch kann ich sie nicht gebrauchen, noch sind sie bewohnt. Die Stoppel auf dem Feld sind durch den Regen aufgeweicht, nicht mehr so stachelig wie noch vor zwei Tagen. Koira ist froh darüber. Die Erdschollen auf dem gepflügten Feld haben ihr Schokoladenbraun zurück bekommen. Ich denk an das kleine Stückchen Erde, für das ich die Verantwortung übernommen habe. Morgen kann ich meine Hände in die weiche, feuchte  Erde graben. Vielleicht hab ich deshalb einen Garten?!

El suelo está  elástico, amortigua cada paso. Cientos de casas de caracoles en la orilla del camino. Aún no me sirven, aún están habitadas. El rastrojo se ha ablandado, ya no pincha tanto y Koira lo agradece. La tierra del campo arado ha recuperado el color marrón chocolate. Pienso en el cacho de tierra para el cual he asumido la responsabilidad. Mañana podré cavar con mis manos en  la tierra blanda, en la tierra mojada. Quizá sea esa la razón por la que tengo huerta!?

Un día como bálsamo  para un alma en estado de muda. Ein Tag wie Balsam für eine sich häutende Seele.

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